ETB hält sich Baunach vom Leib

ETB -
Baunach 78:63 (42:35)

ETB: Alexander (23/davon 2 Dreier), Johnson (16/5), Buljevic (15/3), Jost (8), Hackenesch (7), Stutz (3), White (2), Klöß (2), Gebhardt (2), Bartels, Jahn.
Die Viertel: 18:18, 24:17, 13:19, 23:9. Der Spielfilm: 5:9 (6.), 10:15 (8.), 18:18 (10.), 22:25 (13.), 30:25 (16.), 42:33 (19.), 42:45 (24.), 44:45 (25.), 49:47 (28.), 52:52 (29.), 62:54 (33.), 62:59 (36.), 68:59 (39.), 78:63 (40.).
Zuschauer: 1400

Es war ein Arbeitssieg. Eine ganz zähe Angelegenheit, aber die ETB Wohnbau Baskets haben sich reingebissen: Gegen Bike-Cafe Messingschlager Baunach feierte der Basketball-Zweitligist (Pro A) einen 78:63-Erfolg, „es war am Ende deutlicher, als es der Spielverlauf aussagt“, war Trainer Igor Krizanovic erleichtert.

Es war ein ganz wichtiger Erfolg im Kampf um die Playoffs, ein „Vier-Punkte-Spiel“, wie es der Kroate schon vor dem Sprungball formuliert hatte. Mit dem Sieg haben sich die Schwarz-Weißen mit den vor diesem Spieltag neuntplatzierten Oberfranken einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs vom Leib gehalten. Grund für überbordende Freude war dies freilich nicht, „es wird noch ein beschwerlicher Weg“, unkte Igor Krizanovic. „Wir haben uns aber eine sehr gute Ausgangsposition für die Schlussphase dieser regulären Saison geschaffen, in der sich die Dinge entscheiden werden.“

Vielleicht ist der Kader dann ja mal komplett und gesund: Gegen Baunach hatte der ETB natürlich auf Robin Christen verzichten müssen, zudem fehlten Nick Oudendag (Ellenbogen) und auch Thomas Baudinet (Fuß). Chris Alexander war unter der Woche krank gewesen, Marco Buljevic am Wochenende – er spielte trotzdem. Genauso wie Gary Johnson, der sich in Nürnberg eine Rippe angeknackst hatte. „Im Spiel ging es, die Quittung kriege ich wohl in den nächsten Tagen“, lachte Johnson die Schmerzen weg, gut gelaunt ob der Tatsache, dass sich sein Einsatz – Johnson traf fünf seiner sechs Drei Punkte-Versuche – und die Einsätze aller gelohnt hatten.

Gegen die Oberfranken um Ex-Nationalspieler Steffen Hamann hatte sich der ETB schwer getan, gerade auch zu Beginn einer jeden Halbzeit. Es fehlte die Feinjustierung im Passspiel und in den Abschlüssen. Damit hatten die Wohnbau Baskets erst einmal genug mit sich selbst zu tun, das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten nicht zu verlieren. „Gegen Gießen hatten wir es geschafft, uns abzusetzen. Dann wird vieles leichter. Das ist uns gegen Baunach nicht gelungen“, so Igor Krizanovic. Weil auch die Brechstange, die Chris Alexander immer mal gerne rausholt wenn es im Miteinander nicht funktioniert, wirkungslos blieb.

An der Freiwurflinie eine Macht

Erst in der Schlussphase zog der ETB dem Gegner den Zahn, ausgerechnet der ansonsten glücklose Kapitän Christoph Hackenesch gab mit einem schwer erkämpften Korbleger und einem wegen Foulspiels zusätzlich gewährten Freiwurf die Initialzündung (67:59, 39.). Baunachs Plan, mit Fouls die Uhr zu stoppen, um eine Wende herbei zu führen, musste scheitern: Zu stark war der ETB von der Linie (80 Prozent), zu schwach im Übrigen auch die Oberfranken (59 Prozent).