ETB Baskets: Kein normaler Sieg
12.02.2012 | 21:01 Uhr 2012-02-12T21:01:00+0100
Mitteldeutscher BC -
ETB Baskets75:83 (41:40)
ETB: Kapelan (20/davon 4 Dreier), Alexander (18), Buljevic (12/3), Chones (12), Henley (10), Kesselring (6), Carney, Schröter (je 2), Bartels (1), Kern.
Die Viertel: 17:21, 24:19, 14:18, 20:25.
Der „Spielfilm“: 2:7 (3.), 5:10 (4.), 10:10 (5.), 17:17 (8.), 17:21 (10.), 19:27 (13.), 26:31 (15.), 31:36 (17.), 41:40 (20.), 46:43 (23.), 46:47 (25.), 52:51 (26.), 52:55 (28.), 55:58 (30.), 61:69 (35.), 67:76 (36.), 74:78 (39.), 75:80 (39.), 75:83 (40.).
Tabellenführer der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) sind sie. Aufsteigen wollen sie, ausgestattet mit dem großen Selbstvertrauen einer Spitzenmannschaft, dies auch in aller Öffentlichkeit zu betonen – die Wölfe des Mitteldeutschen BC. Ungeschlagen vor heimischem Publikum waren sie allerdings die längste Zeit in dieser Spielzeit: Gestern Nachmittag feierten die ETB Wohnbau Baskets in Weißenfels einen völlig überraschenden 83:75-Sieg. Beim haushohen Favoriten – einfach sensationell!
Baskets-Trainer Igor Krizanovic hatte Mühe, seine Glücksgefühle unter Kontrolle zu halten. Zugetraut hatte er es seinen Jungs. Bloß nicht zu euphorisch werden. Aber auch wenn der ETB schon früher viele Favoriten am Rande der Niederlage hatte, auch den MBC im Hinspiel – ja, auch wenn man sich durchaus Chancen ausrechnen durfte in Weißenfels, „ist es trotzdem schwer von einem normalen Sieg zu sprechen, wenn die Eindrücke noch so frisch sind“, grinste der Kroate dann doch.
In Ostdeutschland mussten die Schwarz-Weißen kurzfristig auf Kevin Wysocki verzichten, der – geplagt von einer schweren Magen-Darm-Grippe – die Reise nicht mit antreten konnte. „Wir haben das mit Kampf und Herz ausgleichen können“, so Krizanovic, der sich aber auch über eine sowohl spielerisch als auch taktisch ganz starke Leistung seiner Mannschaft freuen durfte.
Im Gegensatz zum vergangenen Auswärtsauftritt in Chemnitz gelang den Essenern ein guter Start in die Partie und der ETB ließ einfach nicht locker. Mit acht Punkten lagen die Essener in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich vorne (19:27, 13.), der Vorsprung sollte bis zur Pause allerdings zunächst dahinschmelzen. Acht Punkte waren es wieder im letzten Viertel, als Marco Buljevic einen wichtigen Drei-Punkte-Versuch verwandelte (34.) und der Sieg tatsächlich zum Greifen nah war.
Dass sich die Schwarz-Weißen diesen wahnsinnigen Erfolg tatsächlich schnappen konnten, lag vor allem auch an der Defensive, die gegen die Mitteldeutschen nicht mehr zugelassen hatte als absolut nötig. Erst recht in der Schlussphase („Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“). Aber natürlich auch an der Offensiv-Leistung, „ohne die es ja nun mal auch nicht geht“. 83 Punkte beim Spitzenreiter – auch das eine deutliche Sprache. „Man hätte die Mannschaft auch bei einer Niederlage loben müssen“, fand Krizanovic. „Das war eine ganz starker Auftritt.“
Und eine lange Heimreise – die ein oder andere Pause wurde vom Coach zusätzlich ins Programm genommen. „Wir werden das auf der Rückfahrt sicher ein bisschen feiern“, so der Kroate. „Da ist dann auch das ein oder andere Bierchen erlaubt.“ Es war eben doch kein normaler Sieg.
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