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ETB Baskets: Gute Nachrichten und ein Sorgenkind

03.02.2012 | 18:50 Uhr
ETB Baskets: Gute Nachrichten und ein Sorgenkind
Michael Gohl / WAZ FotoPool

Selbst Igor Krizanovic musste sich wohl erst einen kurzen Augenblick zurecht finden: 13 Leute hatte der Coach beim Training unter der Woche zu Gast, „ein fast vergessenes Gefühl“, sollte er später erzählen. Heute trifft Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB vor heimischem Publikum auf den USC Heidelberg (19.30 Uhr), das Spiel beschließt eine ereignisreiche Woche. Mit Diego Kapelan und Sascha Kesselring präsentierte die Vereinsführung gleich zwei Neuzugänge, zudem kehrte Marco Buljevic nach langer Verletzungspause ins Training zurück.

Mit genauen Beurteilungen hält sich Krizanovic lieber noch zurück. Es wehe ein frischer Wind durch die Halle, berichtet der Kroate. Und: „Diego und Sascha sind Verstärkungen. Sie haben die Eigenschaften, aufgrund derer wir die beiden verpflichtet haben, unter der Woche schon angedeutet.“ Mehr will sich Krizanovic allerdings zu diesen beiden nicht entlocken lassen, „dafür ist es einfach zu früh“.

Euphorischer wird Krizanovic, wenn er über Marco Buljevic spricht. „Er ist hervorragend in unser Spiel integriert, geht ohne Angst in die Aktionen und ist gut erholt. Das sah gut aus.“ Alle drei seien für das Heimspiel heute Abend ein Thema, bestätigt Igor Krizanovic.

Am Rande
ETB-Tombola

Vor, während und nach dem Spiel haben alle Besucher der Partie ETB gegen Heidelberg die Möglichkeit, attraktive Preise bei der Tombola der Baskets zu gewinnen. Die Einnahmen gehen komplett an die Christoph Metzelder Stiftung, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert und ihnen unter anderem bei ihrem Start ins Berufsleben hilft. Einige dieser Projekte gibt es auch in Essen.

Die Töne sind forscher geworden bei den Wohnbau Baskets, die Verpflichtungen von Kapelan und Kesselring machen mutig. Der Begriff „Playoffs“ im Zusammenhang mit möglichen schwarz-weißen Ambitionen steht offensichtlich nicht mehr auf dem Index. Außer bei Krizanovic. Eine gewisse Erwartungshaltung habe es im Umfeld immer gegeben, findet der Trainer. Und die haben mit der aktuellen Nachrichtenlage natürlich neue Nahrung erhalten. „Das ist ja auch absolut okay. Wer keine Ziele hat, kann sie auch nicht erreichen.“

Aber Zielsetzungen können sich durchaus unterscheiden. „Mir macht es nichts aus, mit meiner Meinung alleine zu stehen. Aber wir sind nur einen Sieg von Platz 13 entfernt, daher schaue ich lieber nach unten. Es mag unpopulär sein, aber ich bleibe bei unserem Plan, den Klassenerhalt frühestmöglich abzuhaken. Das Einzige, worauf wir uns tatsächlich zu konzentrieren haben, ist das Spiel gegen Heidelberg.“

Und mit dem USC hatten die Essener immer so ihre Probleme. „Ein unangenehmer Gegner“, findet Igor Krizanovic. „Weil der Gegner im Spiel ,eins gegen eins’ sehr stark ist. Das hat uns nie gepasst.“ Was die Schwarz-Weißen diesmal aber nicht daran hindern soll, den nächsten Heimsieg einzufahren. „Wir haben dazugelernt.“

Bei all den guten Nachrichten – es gibt auch ein Sorgenkind: Chris Alexander musste im Training kürzer treten, der US-Boy laboriert an einer Knieprellung, zugezogen im Spiel in Chemnitz. Krizanovic: „Wir sind in der Breite nun gut aufgestellt. Aber Chris hat uns die letzten Wochen und Monate getragen, könnte er nicht spielen, wäre das ein herber Verlust.“

Achim Faust

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