ETB Baskets: Auf der Suche nach einem guten Tag
14.01.2011 | 19:09 Uhr 2011-01-14T19:09:00+0100
Warum eigentlich immer sofort aufstehen, wenn es einen so richtig erwischt hat? Warum nicht einfach mal für einen ganz kleinen Moment liegen bleiben. Anerkennen, dass man sich mies fühlt. Sich sammeln, abschließen, um dann neuen Mut zu fassen.
Diese derbe Klatsche in Rhöndorf war so ein Schuss vor den Bug, den Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB zu verkraften hatte. „Man muss zugeben, dass, auch in moralischer Hinsicht, diese Niederlage im ersten Moment Spuren hinterlassen hat“, so Baskets-Trainer Igor Krizanovic ehrlich. Durchgeschnauft habe man. Und dann eine erfolgreiche Trainingswoche absolviert.
Heute Abend geht es zum Überraschungsteam der Liga, zu den 99ers nach Chemnitz (19.30 Uhr). Es ist das erste Spiel einer Reihe, in der sich der ETB nacheinander den Top-Teams der Liga stellen muss. Dass Chemnitz dazu gehören würde, war im Vorfeld der Saison nicht unbedingt zu erwarten. Am ersten Spieltag wollten sich die Wohnbau Baskets mit einem Heimsieg Selbstvertrauen holen für „die richtigen Brocken“, wie Würzburg, Saar-Pfalz oder Bayern. Den Sieg vor Augen, standen sie am Ende mit leeren Händen da.
Nun – die Vorzeichen haben sich vor dem Rückrundenauftakt grundlegend geändert. Chemnitz feierte acht Siege in den vergangenen zehn Spielen, blieb die letzten vier Partien ungeschlagen. „Chemnitz hat das geschafft, was wir gerne erreicht hätten: Viele knappe Spiele zu gewinnen“, so Krizanovic. Dass dies den Ostdeutschen gelungen sei, komme natürlich nicht von ungefähr. „Das Team ist erfahren und unglaublich defensivstark.“ Was auf den ETB sehr unangenehme Auswirkungen haben könnte. Denn gerade die Offensive der Schwarz-Weißen ließ zuletzt deutlich zu wünschen übrig. Genau das war Trainingsinhalt: „Wir müssen deutlich besser treffen und öfter an die Freiwurflinie kommen.“ Einfach einen guten Tag erwischen, um bei der Mannschaft der Stunde zu bestehen.
Immerhin: Der Kader ist – bis auf Mirko Anastasov – gesund und munter. Auch Morgan Lewis, in Rhöndorf über weiter Strecken durch eine Bauchmuskelzerrung gehandicapt, ist fit. Hinter dem Einsatz von Carsten Bartels steht aufgrund einer Prüfung an der Universität ein Fragezeichen. „Wir wollen in Chemnitz die Überraschung schaffen. So gehen wir übrigens jedes Spiel an.“
07:08
wenn jemand gedacht hat, schlimmer geht es icht mehr, die Baskets haben gestern 47 : 61 verloren.
Kann es sein, daß der ETB in der Halbzeitpause schon den Rückweg aus dem weiten Chemnitz angetreten haben und deswegen nur auf eine solch mickrige Korbausbeute gekommen sind??