ESC nimmt dem Tornado die Kraft

Die Moskitos Essen gewinnen ihr Heimspiel gegen Tornado Niesky mit 3:1. Auf dem Foto: Ivonne Schröder, Mojmir Musil und Robert Bartlick (Niesky) gegen Jan Barta und Aaron McLeod (ESC).
Die Moskitos Essen gewinnen ihr Heimspiel gegen Tornado Niesky mit 3:1. Auf dem Foto: Ivonne Schröder, Mojmir Musil und Robert Bartlick (Niesky) gegen Jan Barta und Aaron McLeod (ESC).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Moskitos verbuchen mit dem 3:1 über Niesky die ersten Punkte. Am Wochenende warten ganz schwere Aufgaben auf die Essener.

Mit dem 3:1-Erfolg über Tornado Niesky verbuchte Eishockey-Oberligist ESC Moskitos die ersten drei Punkte in der Verzahnungsrunde mit dem Osten. Die Gäste aus Sachsen waren nur mit einem Mini-Kader ins Ruhrgebiet gereist, trotzdem taten sich die Essener schwer. „Der Gegner hatte nicht viele Spieler dabei, aber diese Jungs haben große Erfahrung“, zollte ESC-Coach Frank Gentges Respekt. Man habe verdient gewonnen, hätte mehr Tore schießen können. „Und wenn man nicht aufpasst, und ein, zwei unglückliche Treffer kassiert, gibt man noch Punkte ab“, so Gentges. „Wir freuen uns über die drei Punkte, die kann uns keiner mehr nehmen. Das ist das einzige, was zählt. In Niesky wird es deutlich schwerer.“

Drei Spiele an einem Wochenende

Erstens aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen – die Partie wird in einem offenen Eisstadion ausgetragen. Und zweitens: Auch die Moskitos sind bekanntermaßen personell nicht all zu üppig ausgestattet. Rund 15 Jungs stellten sich am Sonntag Tornado entgegen, „eigentlich geht diese Rechnung aber so nicht auf“, so Frank Gentges. Denn: Mit André Kuchnia und Marius Schmidt sind zwei Spieler zwar nach vielen Wochen Zwangspause wieder auf dem Eis, aber natürlich noch weit von ihrer besten Eishockey-Form entfernt. Florian Spelleken kann nach seinem Handbruch noch nicht wieder mitwirken, auch er wird nach seiner Rückkehr (vielleicht in zwei Wochen) noch Zeit brauchen, um altes Niveau zu erreichen. Auch die Neuzugänge – Marc Hemerich und Pierre Kracht – müssen sich erst an Tempo und Intensität gewöhnen. „Wir haben nur eine kleine Mannschaft, das wissen wir und damit gehen wir um“, so Frank Gentges.

Für das anstehende Wochenende mit den schweren Aufgaben am Freitag gegen Leipzig (20 Uhr, Eishalle am Westbahnhof) und in Herne (18.30 Uhr, Gysenberg) hofft der Coach auf Unterstützung aus Düsseldorf. Gentges warnt: „Das sind zwei Brocken. Gerade Leipzig will unbedingt hoch, dieses Team ist mit Duisburg vergleichbar. Da müssen wir aufpassen.“

Derweil ist die am vergangenen Freitag ausgefallene Partie in Erfurt noch nicht neu terminiert. Wahrscheinlich ist, dass der ESC an einem Wochenende drei Spiele wird absolvieren müssen – zweimal hintereinander auswärts (Freitag und Samstag), am Sonntag dann vor heimischer Kulisse. „Das ist nicht optimal, aber wohl nicht zu ändern“, so Frank Gentges.