ESC-Gegner: Falken oder Wild Wings
10.03.2008 | 19:10 Uhr 2008-03-10T19:10:30+0100EISHOCKEY. Moskitos-Trainer Jari Pasanen ist es egal, auf welchen Kontrahenten man im Play-off-Viertelfinale treffen wird.
Der Kreis der möglichen Play off-Gegner hat sich arg eingeschränkt. Entweder Heilbronn oder Schwenningen wird den Essener Eishockey-Zweitligisten ESC Moskitos am 20. März zum Auftakt des Viertelfinales begrüßen. Als Fünfter oder Sechster werden die "Mücken" in die Runde starten. Denn die 1:5-Niederlage gegen München hatte alle Hoffnungen zunichte gemacht, doch noch auf Rang vier klettern zu können und damit zunächst Heimrecht zu haben.
Schlechte Karten für Calle Johansson
"Wir hätten schon alle verbleibenden Spiele gewinnen müssen, um noch Vierter zu werden", meinte ESC-Trainer Jari Pasanen. Die Pleite gegen München machte also einen gehörigen Strich durch die Rechnung. "Ich hatte schon gehofft, dass wir diese kleine Chance nutzen wollen. Aber meine Mannschaft war nicht bereit."
Tatsächlich lag man nach nicht ganz zwei Minuten 0:2 zurück - womit die Partie fast schon gelaufen war. "Dafür ist München defensiv zu stark", grantelte der Finne, der vor allem auf Verteidiger Calle Johansson, der als Top-Verdiener der Mannschaft einmal mehr eine schwache Leistung darbot, einen dicken Hals schob. "Seit Wochen ist er völlig außer Form. Ich mag mir das nicht mehr ansehen. Von mir aus kann er nach Hause fahren."
Für den Rest des Kaders brachte er mehr Verständnis auf. "Alles in allem waren die letzten Wochen doch sehr erfolgreich."
So sehr, dass Platz sechs den Moskitos schon nicht mehr zu nehmen ist, und Pasanen mit der Einstellung auf Heilbronn oder Schwenningen beginnen kann, den beiden Teams, die die Ränge drei und vier am letzten Hauptrunden-Wochenende unter sich ausmachen werden. "Ich kann nicht sagen, welchen Gegner ich lieber hätte", meinte Pasanen. "Beide Runden wären sehr schwierig, Heilbronn ist sehr laufstark, Schwenningen sehr erfahren."
Schwenningen als Kontrahent böte eine besondere Brisanz. Denn die Wild Wings dürften der neue Arbeitgeber von Dean Beuker und Robin Sochan sein. Und auch Jari Pasanen wird im Schwarzwald hoch gehandelt. Doch an Spekulationen um seine Person mag sich der Finne nicht mehr beteiligen: "Ich möchte meine Entscheidung erst nach der Saison bekannt geben. Noch stehen Gespräche mit den Essener Verantwortlichen aus."
So auch gestern, als die Spieler ebenso wie heute einen freien Tag genießen durften. "Das ist die letzte Gelegenheit, zwei Tage in Folge frei zu machen. Und die Spieler brauchen die Pause, um sich zu erholen. Mentale Frische ist jetzt immens wichtig." Um das letzte Wochenende mit dem Heimspiel gegen Kassel und die Partie in Ravensburg vorzubereiten. Aber vor allem den Play off-Auftakt. Denn, so Pasanen: "Natürlich wollen wir ins Halbfinale."
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