Es bleibt ein Highlight

In Essen kein Unbekannter: Moritz Stoppelkamp trug einst das RWE-Trikot
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Was wir bereits wissen
An diesem Samstag testet der FC Kray gegen BundesligistSC Paderborn. Die Vorfreude ist trotz des Umzugs nach Ostwestfalen groß.

Schade ist es, und ja: Ein bisschen ärgert man sich auch beim FC Kray. Der Test des Fußball-Regionalligisten gegen Bundesligist SC Paderborn an diesem Samstag wurde nach Ostwestfalen verlegt. Statt am Uhlenkrug in Essen, dessen Rasen nach den Regenfällen zuletzt für unbespielbar erklärt wurde, wird das Spiel nun in der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück angepfiffen (13.30 Uhr). „Das ist unglücklich, trifft uns aber nicht unerwartet“, so Manager Fabian Decker.

Wenn man sich mit einem Erstligisten zu einem Kick verabredet, gehört es zu den Pflichten, sich auf einen möglichen Ausweichrasen zu verständigen. Der ist mit der Anlage in Rheda-Wiedenbrück zwar künstlich – aber beheizt. „Es hätte ja auch sein können, dass Schnee liegt. Deswegen war es wichtig, auf so einen Platz ausweichen zu können“, erklärt Decker. Die Kosten trägt zunächst einmal der SC Paderborn, die Einnahmen minimieren sich freilich um die Auslagen der Ostwestfalen. Sollte etwas übrig bleiben, wird geteilt.

Für die Mannschaft ist und bleibt dieses Testspiel gegen Paderborn natürlich ein Höhepunkt. „Für unsere Fans ist es natürlich nicht optimal“, so Decker. Es dürften deutlich weniger Krayer den Weg nach Ostwestfalen auf sich nehmen, auch der eine oder andere Essener Fußballinteressierte wird wohl zu Hause bleiben. Und so dürfte der Klub auch Probleme haben, die limitierte Auflage von 100 Schals zum Spiel gegen den SCP unters Volk zu bringen – da wird den Krayern schon was einfallen.

SCP: Furore in der ersten Liga

Zum Sportlichen: Kray-Trainer Michael Lorenz hatte den Test unter der Woche etwas vom Vorbereitungsplan losgelöst (wir berichteten): Weniger ginge es um eine konkrete Leistungsüberprüfung (natürlich auch, aber nicht ausschließlich), mehr darum, ein Spiel gegen einen Erstligisten zu genießen, die Herausforderung anzunehmen. Die ist riesig: Nicht nur, dass der SCP in der Belleetage des deutschen Fußballs spielt, die Mannschaft von Trainer Andreas Breitenreiter stellte ihre Wettbewerbsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis, überraschte wohl nahezu alle Experten. Siege über Hamburg, Frankfurt, Hannover oder Berlin führten die Paderborner auf einen sensationellen zehnten Platz in der Tabelle (19 Punkte), auch Leverkusen und Dortmund mussten sich mit einem 2:2 zufrieden geben. Michael Lorenz, der selbst von 2003 bis 2005 in der damaligen Regionalliga für den SCP aufgelaufen war, versucht sich an einer Parallele: „Der Klassenerhalt wäre sicher für den SC Paderborn in der Bundesliga und für uns in der Regionalliga ein Riesending.“

Bis auf den Langzeitverletzten Markus Wolf, sind alle Spieler am vergangenen Wochenende ins Training eingestiegen. Nico Blaszak macht weiter Fortschritte und Kevin Kehrman absolviert nach seiner Operation noch einige Laufeinheiten (wir berichteten). Die Einsätze von Eric Yahkem und Philipp Gödde sind fraglich, die beiden mussten leicht angeschlagen zuletzt pausieren.