Erster Sieg unter Tönneßen

Erster Sieg für das neue Trainergespann von TuS West 81: Björn Matzel (links) und Wilfried Tönneßen.
Erster Sieg für das neue Trainergespann von TuS West 81: Björn Matzel (links) und Wilfried Tönneßen.
Foto: WAZ FotoPool
Fußball-Landesliga-Aufsteiger TuS West 81 feierte am Sonntag einen 2:1-Testspielerfolg gegen die U19 von RWE. Wilfried Tönneßen, neuer 81-Coach, verbreitet Vorfreude.

Am Freitag erst vorgestellt – am Sonntag schon den ersten Test erfolgreich bestanden: Trainer Wilfried Tönneßen feierte mit Landesliga-Aufsteiger TuS West 81 gegen die U19 von RWE einen 2:1-Erfolg, „ein Remis wäre sicher das gerechtere Ergebnis gewesen, aber was ist im Fußball schon gerecht?“, so der Coach, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden war: „Gerade auch vor dem Hintergrund, dass wir intensive Einheiten hinter uns hatten. Wir haben den ersten Schritt in eine Saison unternommen, die wir erfolgreich bestreiten wollen.“

Für Wilfried Tönneßen ist TuS West 81 der Sprung in den Männerbereich – dies sei durchaus mit einem Umgewöhnungsprozess verbunden, lacht der Coach. „Das fängt schon bei den Namen an: Da heißt jetzt niemand mehr Maria, die heißen jetzt alle Marius.“

Beim MSV Duisburg war es für ihn nicht mehr weitergegangen. Als Co-Trainer von Inka Grings hatte er die Bundesliga-Frauen betreut, sein eigentlicher Wunsch, in Duisburg ein Nachwuchsleistungszentrum im Mädchen- bzw. Damenbereich aufzubauen, erfüllte sich nicht. „Das war dann auch enttäuschend“, so der 57-Jährige. Nach dem Wechsel von 81-Aufstiegstrainer Stefan Lorenz zur Hafenstraße, habe er sich beworben. Dass er das machen darf, empfinde er als Auszeichnung: „81 ist der sechststärkste Klub in Essen, das ist eine Herausforderung“.

Ein erster Schritt

Die er gemeinsam mit seinem Co-Trainer Björn Matzel angehen wird. Für TuS West 81 geht es als Landesliga-Neuling allein um den Klassenerhalt. „Zumal auch die Konkurrenz enorm stark ist.“ Wilfried Tönneßen will aber keinen Druck aufbauen – zumindest nicht noch mehr draufpacken auf das, was jeder Spieler, jeder Verantwortungsträger im Verein wahrscheinlich selbst mit sich herum trägt. So spricht der neue Trainer auch nicht von „Abstiegskampf“: „Das klingt immer so negativ. Wir kämpfen um den Klassenerhalt, und wir sollten uns auf die kommenden Monate freuen und jeden Punkt mitnehmen, der möglich ist.“ Sein Team hält er für absolut konkurrenzfähig: „Wir haben eine spielerisch sehr gute Mannschaft. Jetzt geht es darum, uns gut vorzubereiten, körperlich und taktisch.“ Dieser 2:1-Sieg über die rot-weiße U19 war ein erster Schritt – auch wenn ein Remis vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

RWE U19 – TuS West 81 1:2 (0:0). Tore: 0:1 Arogundade (51.), 1:1 Tekiela (58.), 1:2 Arogundade (85.).