Entscheidung vertagt

Spvgg. Sterkrade-Nord – SV Schonnebeck 1:0 (0:0). Schonnebeck ist fast durch – aber eben noch nicht so ganz: Ein Sieg fehlte dem Team von Trainer Dirk Tönnies vor diesem Spieltag noch zum Aufstieg in die Oberliga, in Sterkrade unterlagen die Essener jedoch mit 0:1. Eine Pleite, die den SVS-Tross mächtig fuchste, wirklich Grund zur Beunruhigung besteht freilich nicht. Nach dem Sieg des FSV Duisburg hat Schonnebeck nun acht Punkte Vorsprung, allerdings sind nur noch neun Zähler zu verteilen.

Einen Aufstieg vor heimischem Publikum zu feiern, ist natürlich auch schöner, „wir hätten es trotzdem gerne in Oberhausen geschafft“, so Tönnies, der von einer aufgrund einer schwächeren zweiten Halbzeit nicht unverdienten Niederlage sprach. „In Sterkrade haben schon andere Teams verloren. Wir müssen nichts anders, aber in der kommenden Woche unsere Hausaufgaben machen.“ Am Pfingstmontag kommt Duisburg 1900 zum Schetters Busch, dann sollen die Sektkorken endgültig knallen.

Tor: 1:0 Biegierz (60.).

ESC Rellinghausen – VfL Rhede 0:1 (0:1). Mit dem 0:1 gegen Rhede kassierte Rellinghausen die zweite Niederlage in Folge – ein erneuter Rückschlag im Kampf um Platz zwei. Es war eine unglückliche Pleite: Ab der 23. Minute durfte der ESC in Überzahl agieren, einen im Zusammenhang mit dem Rheder Platzverweis zugesprochenen Strafstoß setzte Julian Grzanna an den Pfosten. Kurz vor der Pause gingen die Gäste dann durch ein Freistoßtor in Führung. „Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit alles versucht, sind angerannt, hatten Chancen, aber es hat nicht gereicht“, wollte Rellinghausens Co-Trainer Dennis Florian dem Team keinen Vorwurf machen. „Rhede verteidigt einfach auch gut.“

Der FSV Duisburg steht nun wieder vor den Essenern, am vorletzten Spieltag empfängt der ESC den Zweiten am Krausen Bäumchen. Dennis Florian mag sich damit noch nicht beschäftigen. „Wir müssen sehen, dass wir mal wieder in die Punkte kommen. Nächste Woche geht es gegen Speldorf, das wird schwer genug.“

Tor: 0:1 Volmering (45.). Besondere Vorkommnisse: Julian Grzanna (ESC) verschießt Strafstoß (23.). Rote Karte gegen Rhede (23.) wegen Notbremse. Gelb-Rote Karte gegen Robin Müller (87., ESC) wegen wiederholten Foulspiels.

Vogelheimer SV – SV Burgaltendorf 0:1 (0:0). Der SVA springt durch einen sehr schmeichelhaften Erfolg beim Schlusslicht Vogelheim auf einen Nichtabstiegsplatz. „Eine Momentaufnahme“, wie Trainer Jörg Oswald betont. „Wir haben es selbst in der Hand, das ist positiv. Aber holen wir nicht mindestens sechs der neun ausstehenden Punkte, wird es sehr eng für uns.“

Schon in Vogelheim hätte es fast nicht für den so dringend benötigten „Dreier“ gereicht (den vierten in Folge). „Es war ein Grottenkick von unserer Seite, Vogelheim hatte mehr vom Spiel“, ärgerte sich Oswald. Der auch die extrem schwierige personelle Situation (nur vier Auswechselspieler standen Oswald zur Verfügung, darunter Co-Trainer Herolind Vladi) nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte. „Wir haben unsere Tugenden vermissen lassen und hatten den Papst in der Tasche. Eigentlich sollten wir gemeinsam in die Kirche gehen und eine Kerze anzünden.“

Vogelheim würde bekanntlich auch dies nicht mehr helfen, das schon lange als Absteiger feststehende Team verkaufte sich gegen Burgaltendorf aber teuer. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten die besseren Möglichkeiten“, fasste Trainer Sascha Hense zusammen. „Kurz vor Schluss passen wir dann bei einer Standardsituation nicht auf. Das war sehr unglücklich.“

Tor: 0:1 Baumann (82.). Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Fabian Trappe (66., Vogelheim) wegen wiederholten Foulspiels.