Eine Etappe auf dem Weg zur WM

Max Hoff geht in Baku bei den Ezropäischen Spielen an den Start
Max Hoff geht in Baku bei den Ezropäischen Spielen an den Start
Foto: Ute Freise
Was wir bereits wissen
Bei den European Games in Aserbaidschan sind auch dieKGE-Asse am Start. Vierer-Kajak mit Kai Spenner muss sich bewähren.

Bei der Premiere der „Euopean Games“ in Baku/Aserbaidschan starten auch die Essener Kanuten Max Hoff, Max Rendschmidt und Kai Spenner. Ebenfalls von der KGE ist Bundestrainer Arndt Hanisch vor Ort, der seit Jahresbeginn neben dem Sprintbereich auch für den 1000-m Bereich der Kajak-Herren zuständig ist. Insgesamt wurden 265 Athleten vom DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) nominiert.

Die Regattastrecke liegt in Mingachevir, rund 400 Kilometer von Baku entfernt am längsten Fluss des Kaukasus, dem Kur River. Vom Leben, vom Flair im Dorf der Europaspiele mit fast 6000 Sportlern bekommen die Kanuten somit nichts mit. Doch noch ungünstiger ist der Zeitpunkt der „Spiele“. Seit Mitte April liegen schon zwei nationale Sichtungen, die EM sowie zwei Weltcups hinter der deutschen Flotte. Und eigentlich sollte nun die Vorbereitung auf die WM Mitte August in Mailand beginnen, bei der es um die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio geht.

„Diese Quotenplätze stehen in diesem Jahr über allem. Da ist in Mailand schon Druck im Kessel“, erklärte Bundestrainer Arndt Hanisch vor der Abreise nach Baku. Deshalb wird Baku für die Aktiven, die ihr WM-Ticket bereits sicher haben, auch nur eine Zwischenstation sein. Gleichwohl ist auch eine letzte internationale Standortbestimmung.

Natürlich wird Max Hoff versuchen, im 1000-m Einerkajak an seine Siege bei der EM und den Weltcups anzuknüpfen. Er startete aber auch über die 5000-m. Im 1000-m Zweierkajak zählen Max Rendschmidt und Marcus Groß zu den Favoriten. Sie sind in diesem Jahr noch ungeschlagen. Über die 500 Meter werden Hoff und Rendschmidt diesmal nicht starten.

Unter deutlich mehr Druck dürfte in Mingachevir der deutsche Herren-Vierer mit Kai Spenner, Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) stehen. Denn auf dem Weg zur WM muss sich das Quartett erneut beweisen. „Auch wenn es kein optimaler Zeitpunkt ist, aber wir müssen noch einmal eine starke Leistung zeigen“, weiß Kai Spenner.

Zu zeigen, dass man sich bei der WM behaupten und die Quotenplätze holen kann, ist das Ziel. Insgesamt 15 Kanu-Entscheidungen wird es bei den Europaspielen geben, in den 12 olympischen Disziplinen, im Langstrecken-Einer der Herren und Damen sowie im Sprintzweier der Damen.


Zeitplan -
So.: Vorrennen; Mo.: Finals 1000-m Einer und Zweier. Di.: Finale 1000-m Viererkajak und Langstrecke.