Ein kurzer Blick in die Zukunft

Will den nächsten Schritt mit den Moskitos machen: Michael Rumrich.
Will den nächsten Schritt mit den Moskitos machen: Michael Rumrich.
Foto: Michael Gohl
Was wir bereits wissen
An diesem Wochenende stehen für die Moskitos die Spiele gegen Leipzig und Herne an. Geplant wird schon für die neue Saison.

Zeit schwere Aufgaben haben die Moskitos an diesem Wochenende vor der Brust: Mit den Icefighters aus Leipzig stellt sich an diesem Freitag der souveräne Sieger der Hauptrunde der Oberliga Ost am Essener Westbahnhof vor (20 Uhr), am Sonntag geht es dann ins immer spannende Derby gegen den Herner EV (18.30 Uhr, Gysenberg). Trainer Frank Gentges kann ohnehin nur auf einen kleinen Kader zurückgreifen – und der ist gegen Leipzig und Herne noch nicht einmal komplett: Neben Florian Spelleken (Handbruch) muss der Coach auch auf Michael Hrstka verzichten, der krank passen muss. Zudem befinden sich Marius Schmidt und André Kuchnia nach langer Pause erst wieder im Aufbau, beide müssen aber natürlich ran, zumal auch keine Verstärkung – bzw. Ergänzung – aus Düsseldorf zu erwarten ist. „Somit treten wir wieder absolut nicht in Bestbesetzung an“, so Gentges.

Nur gut, dass der ESC mit der Qualifikation für die Verzahnungsrunde – für die Oberliga Mitte – im sicheren Fahrwasser „schwimmt“. Der Klassenerhalt ist gesichert, Planungssicherheit zu einem ungewohnt frühen Zeitpunkt gegeben. „Wir knüpfen natürlich bereits erste Kontakte“, erklärt Michael Rumrich, Manager der Moskitos. Der Klub will die Zeit nutzen, spricht mit Spielern und Sponsoren. Doch die Zeiten sind schwierig – und werden nicht einfacher. Daraus macht Rumrich im Gespräch mit dieser Zeitung gar keinen Hehl. „Aber damit stehen wir in dieser Stadt ja nicht allein.“ Doch das derzeit noch mangelnde Interesse der Wirtschaft, mehr Geld für das Essener Eishockey in die Hand zu nehmen, torpediert die Pläne des Klubs, irgendwann mal wieder oben anzugreifen. Für drei Jahre hatte Coach Frank Gentges vor dieser Saison bei den Moskitos unterschrieben, mit ihm sollte es nach oben gehen. Zu Buche steht schon jetzt die erfolgreichste Saison seit langem. Abzusehen ist aber auch, dass für den Moment das Ende der Fahnenstange erreicht ist. „Es muss sich was tun“, fordert Michael Rumrich, und wendet sich damit auch erneut an die Zuschauer, von denen man sich beim ESC – rein quantitativ – einen größeren Zuspruch erhofft hatte. Hoch sei in Essen aber immer die Erwartungshaltung, „doch dafür braucht man eben auch Geld“.

Interessanter Rahmen

Und dafür braucht der ESC eben die Fans – man denke nicht nur an die Einnahmen, sondern auch an einen für Sponsoren interessanten Rahmen der Sportveranstaltung – und natürlich die Geldgeber. Die Moskitos haben noch einen weiten Weg zu gehen – die ersten Schritte können unternommen werden.