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Ein heißer Tanz

27.01.2012 | 20:41 Uhr
Ein heißer Tanz
2. Bundesliga Pro A, ETB Wohnbau Baskets - Crailsheim Merlins 73:78 Carsten Bartels (ETB), Christoph Tetzner (Merlins), Benjamin Lischka (Merlins) Michael Gohl / WAZ FotoPool

Der ETB will es endlich packen: Ein Sieg in Chemnitz fehlt dem Basketball-Zweitligisten (Pro A) noch seit der Ligenzugehörigkeit, heute Abend (19 Uhr) kommt für die Essener die nächste Chance. Warum es für die Wohnbau Baskets bislang noch nicht für Punkte reichte, habe verschiedene Gründe, wie Trainer Igor Krizanovic erläutert. Doch der gemeinsame Nenner ist höchst banal: die lange Anreise. „Das ist schon hart“, findet Krizanovic. Und anschließend werde sein Team in eine hitzige Atmosphäre geworfen und mit einer harten Gangart des Gegners in den ersten Minuten konfrontiert. Den Schneid abkaufen, nennt man so etwas wohl – die „99ers“ wissen um ihren Heimvorteil.

Die Schwarzen-Weißen sind also gefordert. Physisch, um die lange Fahrt schnell aus den Beinen zu schütteln. Mental, um sich gut auf die schwierigen Bedingungen in Chemnitz einstellen zu können. Es wartet ein heißer Tanz auf den ETB. Aller Voraussetzungen zum Trotz betont Coach Igor Krizanovic aber zurecht: „Kein Spiel wurde je in den ersten fünf Minuten verloren. Wir müssen von Beginn an hellwach sein. Wenn wir gut reinkommen, steigen unsere Chancen, je länger die Partie dauert.“

Und höchste Konzentration ist nicht nur während der Anfangsphase von Nöten. Knapp waren die Auseinandersetzungen mit den Ostdeutschen bislang, „gefühlte 90 Prozent der Spielzeit insgesamt lagen wir gegen diesen Gegner in Führung“, so Krizanovic. So auch im Hinspiel in eigener Halle, das Chemnitz schließlich mit 72:70 für sich entscheiden konnte. „Chemnitz ist ein Team mit einem sehr hohen Basketball-IQ.“ Soll heißen: Chemnitz weiß Schwächephasen des Gegners eiskalt auszunutzen.

Tabelle
Kein Schönheitspreis

Das Duell in Chemnitz ist auch im Hinblick auf die Playoffs interessant. Zehn Siege haben die Ostdeutschen derzeit auf dem Konto – drei mehr als der ETB. Aber die Chemnitzer haben bereits ein Spiel mehr absolviert. Die Wohnbau Baskets wollen den Anschluss unbedingt herstellen, damit rechnet auch Felix Schreier, Coach der 99ers: „Wenn wir in die Playoffs wollen, dann muss gegen Essen ein Sieg her. Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern am Ende einfach mehr Punkte haben als der Gegner.“

Die 99ers wollen den Schwung aus dem Sieg zuletzt gegen Leitershofen mitnehmen. Ähnliches war dem ETB zuletzt nicht vergönnt: Vor zwei Wochen feierten die Essener ein wichtiges Erfolgserlebnis gegen Ehingen, ehe das spielfreie Wochenende jeglichen Fahrtwind aus den Segeln nahm. Die Kehrseite: „Wir sind ausgeruht und gut vorbereitet“, berichtet Igor Krizanovic. „Und die jüngsten Trainingseinheiten geben Anlass, optimistisch zu sein. Wir haben eine sehr ordentliche Form.“

Verzichten müssen die Schwarz-Weißen aber weiter auf den am Knie verletzten Shooting Guard Marco Buljevic. „Er wird mit höchster Wahrscheinlichkeit mit nach Chemnitz fahren, die Chance, dass er auf dem Parkett steht, ist allerdings gleich null“, stellt Igor Krizanovic klar.

Achim Faust


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