Ein bunter Strauß von Gründen
14.02.2010 | 19:59 Uhr 2010-02-14T19:59:00+0100
Essen.Hannover -
ETB
82:77 (42:33)
Der Kampf um den Klassenerhalt in der Zweiten Bundesliga (Pro A) bleibt für die ETB Wohnbau Baskets steinig. Nach der starken Leistung gegen die 99ers aus Chemnitz mussten die Essener beim UBC Hannover mit der 77:82 (33:42)-Niederlage wieder einen Rückschlag hinnehmen.
Trainer Igor Krizanovic hatte diesmal gleich einen ganzen Strauß von Gründen, warum es bei den Niedersachsen nicht für den erhofften Erfolg gereicht hat: Eine Trefferquote, „die nicht so war, wie sie hätte sein müssen“, viele vergebene offensive Rebounds, „die uns genauso viele zweite Angriffschancen gekostet haben“ und ein Blackout im zweiten Viertel, „der es den Gastgebern erlaubte, aus einem 21:28-Rückstand eine 42:33-Pausenführung herauszuspielen“.
Bis dahin hatten die Schwarz-Weißen alles im Griff gehabt, die Mannschaft agierte konzentriert und souverän. Nur die Führung hätte höher ausfallen müssen, stattdessen kam der nicht zu erklärende Einbruch. „Die Mannschaft hat sich in der Pause gut erholt und hat sich zurückgekämpft“, lobte Krizanovic. „Aber so eine Negativserie baut den Gegner auf und stört den eigenen Rhythmus. Das hat man gemerkt.“
Dennoch: Vier Minuten vor dem Ende der Partie war wieder alles offen (68:68). „Ich äußere mich nur sehr ungerne zu Schiedsrichter-Leistungen, aber die Unparteiischen haben mit einigen fragwürdigen Entscheidungen am Ende Einfluss auf das Spiel genommen“, wurde der „Strauß“ des Kroaten sogar noch ein bisschen bunter.
Seinen Zorn entfachten vor allem ein technisches Foul gegen Keonta Howell, dem somit die Chance zur Führung geraubt worden wäre, und eine großzügige Auslegung am Zeitnehmertisch zwei Sekunden vor Schluss. „Wir haben bei Ballbesitz Hannover sofort gefoult, um den Gegner an die Freiwurflinie zu zwingen. 1,2 Sekunden wurden dafür runtergezählt.“ Viel zu viel aus Sicht des ETB-Trainers, „was ich den Schiedsrichtern auch gesagt habe.“ Die Konsequenz: Ein weiteres technisches Foul – das Spiel war damit endgültig gelaufen.
Krizanovic gab sich aber weiter kämpferisch, trotz der anstehenden schweren Aufgaben zu Hause gegen die Saar-Pfalz Braves (19.30 Uhr, Hallo) und eine Woche später in Kirchheim. „Natürlich haben wir mit diesem Spiel wieder eine Chance ausgelassen. Aber ich bin weiter zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen. Jeder Gegner in der Liga hat Probleme gegen uns. Das haben wir der Konkurrenz voraus.“
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