Drei Punkte unter dem Tannenbaum

Jan Barta, Branislav Pohanka und Michael Hrstka freuen sich über einen 7:2-Erfolg über Neuwied.
Jan Barta, Branislav Pohanka und Michael Hrstka freuen sich über einen 7:2-Erfolg über Neuwied.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Eishockey-Oberligist ESC Moskitos hat einen Lauf: Gegen den Tabellenzweiten EHC Neuwied feierte die Mannschaft von Trainer Frank Gentges vor 960 Fans in der Eishalle am Westbahnhof einen überraschend deutlichen 7:2-Sieg, Gentges richtete nach dem Spiel einen Appell an Manager Michael Rumrich.

Moskitos -
Neuwied 7:2

Drittel: 2:1, 2:0, 3:1.
Tore: 1:0 Hein (5.), 1:1 Schlicht (9.), 2:1 Mc Leod (9.), 3:1 Barta (37.), 4:1 Mc Leod (40.), 5:1 Alanov (44.), 6:1 Mc Leod (46.), 7:1 Hein (46.), 7:2 Tegkaev (54.).
Zuschauer: 960.

Eishockey-Oberligist ESC Moskitos hat einen Lauf: Gegen den Tabellenzweiten EHC Neuwied feierte die Mannschaft von Trainer Frank Gentges vor 960 Fans in der Eishalle am Westbahnhof einen überraschend deutlichen 7:2-Sieg, es war bereits das sechste Erfolgserlebnis in den vergangenen sieben Spielen, auch bei der einzigen Pleite beim Ligaprimus Duisburg (2:3 nach Penaltyschießen) vermochte der ESC zu punkten.

„Wir können sehr zufrieden sein“, bilanzierte Gentges, der gegen Neuwied einen verdienten Sieg gesehen hatte: „Wir waren sehr fokussiert, haben das gespielt, was nötig war, um Neuwied zu bezwingen. Die diszipliniertere Mannschaft hat gewonnen.“

Eine Analyse, die passte – gleichwohl hätten die Weichen gerade auch im ersten Drittel in eine andere Richtung gestellt werden können: Die Essener waren mit 1:0 und 2:1 in Führung gegangen, Neuwied blieb am Drücker und stand wieder vor dem Ausgleich – und damit vor mehr. „Neuwied hatte diesmal die Probleme, die wir in der Vergangenheit hatten“, so ESC-Coach Frank Gentges. Was er meinte: die Chancenverwertung.

Die Tore erzielten an diesem Abend die Moskitos, und so sprang am Ende ein klares 7:2 heraus. Auch weil die Bären sich nach dem 1:3 und 1:4 kurz vor der zweiten Drittelpause wohl frühzeitig mental verabschiedet hatten, im letzten Abschnitt eher durch eine überharte Gangart aufzufallen wussten. Was bei EHC-Trainer Arno Lörsch freilich nicht so gut ankam: „So darf man sich nicht präsentieren. Wir haben ein unerfahrenes Team, deswegen möchte ich nicht zu deutliche Kritik üben. Aber ich will auf der anderen Seite auch mal einen Lerneffekt sehen.“

Auf dem Zahnfleisch

Probleme anderer Art bleiben in Essen (noch) ungelöst: Zwar schwebt das Team derzeit auf einer Erfolgswelle, doch gerade die vergangenen umkämpften Spiele gegen Herne und Duisburg – und nun auch gegen das Top-Team Neuwied – haben in einem kleinen Kader Spuren hinterlassen. Nur drei Blöcke kann Frank Gentges in der Regel aufbieten. Zu wenig, um die Belastung einigermaßen zu verteilen, zumal die Leistungsträger ohnehin im Dauereinsatz sind. „Wir gehen auf dem Zahnfleisch“, räumte denn der ESC-Trainer freimütig ein, verbunden mit einem Appell an Michael Rumrich, Manager der Moskitos: „Wir müssen vor Ablauf der Transferperiode noch was tun, so kann man nicht in eine Aufstiegsrunde gehen.“ Einige Spieler (u.a. Jannik Moser) hatte der Klub abgegeben, Ersatz wurde nicht verpflichtet. „Wir konnten somit ein bisschen sparen, vielleicht hat sich ja ein bisschen was angesammelt“, hofft Frank Gentges.

Finanziell „nachhelfen“ sollen auch die Fans im Rahmen des Spiels am 11. Januar gegen Frankfurt: Kommen mindestens 1000 Zuschauer, will der ESC in Sachen Kaderverstärkung aktiv werden (wir berichteten).