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Schach-Bundesliga

Drei Punkte aus dem Hohen Norden

13.11.2012 | 19:51 Uhr
Drei Punkte aus dem Hohen Norden
Foto: Klaus Pollkläsener

Der Hohe Norden war für den Schach-Bundesligist SF Katernberg eine Reise wert. Mit drei Punkten aus zwei Begegnungen kehrten die Katernberger zurück.

Hamburg -
SF Katernberg 4:4

Die Partien: Zherebukh – Volokitin ½:½, Ghaem Maghami – Kryvoruchko ½:½, Ernst – Romanov ½:½, Hansen – Firman ½:½, Ftacnik - Bischoff ½:½, Müller – Siebrecht ½:½, Heinemann – Kotainy ½:½, Berger – Ris ½:½

Es bleibt dabei: Gegen Hamburg kann Katernberg in der Schachbundesliga nicht gewinnen. Lange zeit waren die Essener näher dran, mussten am Ende aber sogar über deneinen Punkt froh sein.

SFK-Teamchef Ulrich Geilmann hatte eine sehr starke Mannschaft aufgeboten, in der erstmals Andrei Volokitin zum Einsatz kam. Der immer noch junge Ukrainer, der inzwischen auf Platz 25 der Weltrangliste geklettert ist, traf am Spitzenbrett auf den 19-jährigen Landsmann Zherebuk. Mit den weißen Steinen spielte Volokitin gewohnt ambitioniert, verpasste bei seinem Königsangriff jedoch eine gute Möglichkeit und musste sich nach einem Turmopfer mit Remis durch Dauerschach begnügen. Im Gegenzug steuerte Evgeny Romanov eine gefährdete Stellung unter leichter Mithilfe des Gegners in den Remishafen. In den Remispartien von Yuriy Kryvoruchko und Nazar Firman war das Gleichgewicht nie wesentlich gestört.

Die Führung für SFK besorgte noch vor der Zeitkontrolle Sebastian Siebrecht, der gegen Karsten Müller eine zweischneidige Stellung herbeigeführt hatte, in der beide Könige ziemlich luftig standen. Nach einem schönen Bauernopfer Siebrechts verpasste der Hamburger den einzigen Verteidigungszug.

Lange Zeit sah es so aus, als würde dies reichen, denn die Endspiele von Robert Ris, Jens Kotainy und Klaus Bischoff schienen verteidigungsfähig. Tatsächlich schaffte Ris ein Dauerschach, aber Kotainy musste nach einem schrecklichen Fehler im Turmendspiel aufgeben. Den Mannschaftspunkt rettete Klaus Bischoff, der mit einem Springeropfer den letzten gefährlichen Bauern des Gegners beseitigte.


SK Norderstedt -
SF Katernberg2,5:5,5

Die Partien: Kopylov – Volokitin ½:½, Feuerstack – Kryvoruchko 0:1, Petrosian – Romanov 0:1, Meyer – Firman 0:1, Michna,M - Bischoff ½:½, Polischuk – Siebrecht ½:½, Jochens – Kotainy ½:½, Michna,C – Ris ½:½.

Im zweiten Spiel tat sich Katernberg, das an allen Brettern deutliche ELO-Vorteile besaß, lange Zeit sehr schwer. In einem ausgeglichenen Kampf fiel die Entscheidung erst in der fünften Spielstunde.

Nach drei Stunden deutete noch nichts auf einen SFK-Sieg hin: Sebastian Siebrecht und Jens Kotainy hatten nicht den Hauch eines Vorteils erspielen können und remisierten früh. Auch Klaus Bischoff und Robert Ris teilten danach die Punkte, so dass die Entscheidung an den oberen Brettern fallen musste, wo die Katernberger im Schnitt rund 300 ELO-Punkte mehr auf die Waage brachten. Mit zunehmender Spieldauer kippten die Partien dort auch zugunsten von SFK: Yuriy Kryvoruchko brachte einen Freibauern spielentscheidend nach vorn und Evgeny Romanov schuf mit einem langfristig angelegten Bauernopfer Komplikationen. Schließlich gewann auch Nazar Firman gegen den früheren SFK-Spieler Falko Meyer. Nur Andrei Volokitin ließ die letzte Präzision vermissen: Zunächst verpasste er in Zeitnot einen klaren Gewinn, danach rettete sein Gegner im entscheidenden Moment des Turmendspiels mit einer Pattkombination den halben Punkt.

Redaktion



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