Dirk Tönnies wechselt den Sieg ein

SV Schonnebeck – PSV Wesel-Lackhausen 4:2 (1:1). Schonnebeck bekleckerte sich gegen Wesel-Lackhausen nicht mit Ruhm und darf sich trotzdem als Gewinner des Spieltags fühlen: Denn der FSV Duisburg, ärgster Verfolger im Aufstiegskampf, kam in Niederwenigern nicht über ein 1:1 hinaus.

Es wäre beinahe in die Hose gegangen: „Wenn man es positiv sehen will, muss man sagen: Die Jungs haben Charakter“, schnaufte SVS-Coach Dirk Tönnies durch, er blickte kämpferisch nach vorne: „Wir haben ein Spiel gedreht, obwohl wir fast tot waren. Ich hoffe, das gibt uns einen Schub.“ In der ersten Halbzeit brauchte die SVS lange, um sich auf einen ein aggressives Pressing spielenden Gegner einzustellen. Nach dem erneuten Rückstand kurz nach Wiederbeginn verlor Schonnebeck völlig den Faden. Ein Eigentor brachte die Essener zurück in die Spur (70.), mit der Einwechslung von Lukas Reppmann wechselten Dirk Tönnies und Co. Damian Apfeld den Sieg ein. Reppmann besorgte mit einem Distanzkracher das 3:2 und machte mit einem Zuckerpass auf Emrah Cinar – der sich nicht zweimal bitten ließ – mit den Deckel auf diese Partie. „Wir haben nicht gut Fußball gespielt, aber noch gewonnen“, so Dirk Tönnies. „Vielleicht gehört das dazu, wenn man aufsteigen will.“

Tore: 0:1 Klejonkin (17.), 1:1 Bloch (27.), 1:2 Güclü (49.), 2:2 Sanders (70., Eigentor), 3:2 Reppmann (81.), 4:2 Cinar (87.).

VfB Bottrop – ESC Rellinghausen 0:3 (0:0). Rellinghausen fuhr einen letztlich souveränen Sieg ein, zeigte sich gegenüber dem schmeichelhaften Sieg über Duisburg 1900 verbessert. „Wir hatten mehr Spannung“, hatte auch Coach Karl Weiß zufrieden festgestellt, der unter der Woche deutlich geworden war. „Es kann ja auch nicht immer alles Friede, Freude Eierkuchen sein.“ Es war ein umkämpftes, ein hartes Spiel, in dem Rellinghausens Robin Müller schon nach einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden musste. Im zweiten Durchgang stellte der ESC dann die Weichen auf Sieg, hatte beim Stand von 2:0 aber Glück, dass Torhüter Patrick Prell einen Strafstoß parierte. So kam keine Spannung mehr auf.

Tore: 0:1 Hoffmann (46.), 0:2 Wienecke (58.), 0:3 Wienecke (87.). Besonderes Vorkommnis: Rellinghausen-Torhüter Patrick Prell hält Strafstoß gegen VfB Bottrop (65.).

Duisburg 1900 – SV Burgaltendorf 3:1 (1:0). Für den SVA wird die Luft dünn. Auch in Duisburg unterlag die Mannschaft von Trainer Jörg Oswald, der gerade mit der ersten gar nicht einverstanden war. „So darf man sich im Abstiegskampf nicht präsentieren.“ Mit mehr Schwung kamen die Burgaltendorfer aus der Kabine, erzielten prompt den Ausgleich – mussten sich am Ende aber doch geschlagen geben. Nach dem 1:2 stellte Oswald auf eine Dreierkette um, um ein Remis zu erzwingen. „Entweder man holt dann den Punkt, oder man fängt sich das dritte Tor.“ Zu allem Überfluss sah Kreshnik Vladi in der Schlussphase noch die Rote Karte.

Tore: 1:0 Totaj (37.), 1:1 K. Vladi (59., Strafstoß), 2:1 Schnecker (67.), 3:1 Öztürk (87.). Bes. V.: Rote Karte gegen K. Vladi (90., SVA) wegen groben Foulspiels.