Der neue ETB
27.03.2011 | 20:13 Uhr 2011-03-27T20:13:00+0200
ETB -
Freiburg
66:63 (37:31)
Ist das der neue ETB? Vielleicht. Nicht nur, dass der Essener Basketball-Zweitligist (Pro A) mit dem 66:63-Sieg im Abstiegsduell gegen den USC Freiburg den dritten Sieg in Folge feiern konnte – einen eminent wichtigen noch dazu –, zudem ließ sich die Mannschaft wieder einmal nicht aus der Fassung bringen, als es eng wurde. Sie lieb cool und heimste den Sieg ein, der ihr beinahe aus den Händen geglitten war.
Mit zehn Punkten waren die Baskets gegen Freiburg im dritten Viertel davon gezogen, auch zu Beginn des letzten Abschnitts hatte dieser Abstand noch Bestand. Aber dann pirschten sich die Breisgauer doch wieder heran. „Freiburg war ein extrem unangenehmer Gegner, der uns kaum in unseren Spielrhythmus hat kommen lassen“, so ETB-Trainer Igor Krizanovic. Gerade deswegen sei er stolz, „dass wir die Partie trotzdem knapp für uns entscheiden konnten.“
Eine Entscheidung in allerletzter Minute: Freiburgs Wurf-Spezialist Nikita Khartchenkov, bis dahin kaum in der Lage sich gegen eine sehr konzentriert zu Werke gehende schwarz-weiße Defensive durchzusetzen, hatte seine Farben mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Versuch in Führung gebracht (62:63), Steven Esterkamp und der ETB konterten.
Esterkamp, mit nur sechs Punkten eher blass geblieben an diesem Abend, trug in der 40. Minute mit zum „Happy End“ bei: Druckvoll in der Offensive wurde er gefoult und verwandelte die so wichtigen Freiwürfe sicher. Auch den anschließenden Freiburger Ballbesitz unterband er, Chris Alexander vollendete – wieder von der Freiwurflinie. Die Entscheidung. „Es war sicherlich kein Leckerbissen, den die Zuschauer da gesehen haben“, kommentierte Igor Krizanovic. Ihm war es egal („Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr einverstanden.“) und auch die 700 Fans am Hallo dürften nach dem so wichtigen Erfolg gerne darüber hinweg gesehen haben. Hauptsache gewonnen. Ein Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt. Krizanovic: „Wir haben uns viel vorgenommen, viel konnten wir umsetzen.“
Mit dem Erfolg gegen den USC Freiburg kletterten die Essener auf Platz, vor Cuxhaven, Freiburg, Jena und Rhöndorf und mit nur einem Sieg weniger in den Büchern als Heidelberg, dem Gegner des kommenden Wochenendes. Nicht eingerechnet ist der drohende Lizenzentzug für Osnabrück.Der Kampf um den Klassenerhalt, er war schon einmal aussichtsloser. Natürlich versucht Igor Krizanovic eine eventuell aufkommende Euphorie im Keim zu ersticken: „Wir sind noch lange nicht durch. Wir müssen weiter unsere Spiele gewinnen und am besten gleich in Heidelberg nachlegen.“ Es wäre der vierte Sieg in Folge und ein weiteres Indiz für den neuen ETB.
ETB – Freiburg 66:63 (37:31). ETB:
Alexander (23/davon 4 Dreier), Chones (12), Schoeps (10/2), Schröter (8), Esterkamp (6), Buljevic (5/1), Bartels (2), Fiorentino, Kern. Nicht eingesetzt: Spettmann.
Die Viertel:
14:16, 23:15, 15:13, 14:19.
Der Spielfilm:
4:4 (3.), 8:13 (7.), 14:13 (10.), 22:22 (14.), 22:28 (16.), 33:30 (18.), 37:31 (20.), 42:40 (24.), 49:40 (27.), 56:46 (32.), 58:48 (33.), 58:56 (37.), 60:57 (38.), 60:60 (40.), 62:63 (40.), 63:63 (40.), 64:63 (40.), 66:63 (40.).
Zuschauer:
700.
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