Der kleine Tennis-Bruder ist nun auch in Essen

Matthias Gumowski ,  Eric Jelen, Imke Küsgen und Björn Jacob (v.l.) .
Matthias Gumowski , Eric Jelen, Imke Küsgen und Björn Jacob (v.l.) .
Foto: Dieter Meier
Was wir bereits wissen
Neue Trendsportart im TVN-Leistungszentrum an der Hafenstraße.

Die Essener Sportszene ist um eine Attraktion reicher: Seit nunmehr einem Monat weist der Tennis-Verband Niederrhein in seinem Leistungszentrum an der Essener Hafenstraße zwei neue Padel-Courts auf. Mit der Trendsportart Padel-Tennis erweitert das Tennis-Zentrum sein Portfolio und stellt sich zukunftsorientiert für eine auch jüngere Zielgruppe auf. Zehn Millionen Padel-Aktive weltweit können nicht irren. So schwappt vor allem aus Spanien diese Welle nun auch nach Deutschland, nach NRW und an den Niederrhein herüber.

Von den bisher 16 Tennisplätzen im TZE wurden zwei in Padel-Courts verwandelt. Padel ist ein wenig verwandt mit Squash. Der 10x 20 Meter große Court wird von einem Netz halbiert und umgrenzt von einem Zaun. Die rückseitigen Ecken sowie die Rückseite sind für die Zuschauer idealerweise aus Glas und können als Bande mit dem Ball angespielt werden. Das Netz ist etwa 3,4 Zentimeter niedriger als beim „Großen Bruder“ und der Padelball hat gegenüber dem Tennisball weniger Innendruck. Die Zählweise ist tennisidentisch, der Aufschlag wird etwa hüfthoch oder niedriger nach dem Aufprellen serviert. Die Schläger sind unbesaitet - dafür Polyurethangeschäumt. Sie sind deutlich kleiner als Tennisschläger und haben etwas von den Methodik-Rackets der Speckbrett-Ära. Fürs bessere Handling kann im Schlägerkopf eine unbestimmte Anzahl von Löchern sein.

Padel ist einfach und schnell zu erlernen und wird ausnahmslos „zwei gegen zwei“ gespielt. Schon nach wenigen Ballwechseln können Einsteiger Padel spielen und somit schnell ein Erfolgserlebnis haben.

„In Spanien kommt kein Tennisverein mehr ohne Padel-Plätze aus“, meint TVN-Präsident Dietloff von Arnim, ein erklärter Fürsprecher dieses Sports. „Dies beweist die harmonische Verbindung, die die beiden artverwandten Sportarten eingehen können.“