Der ETB packt zu

Devin White und die ETB Wohnbau Baskets feierten einen überzeugenden Sieg gegen Gießen.
Devin White und die ETB Wohnbau Baskets feierten einen überzeugenden Sieg gegen Gießen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB hat sich nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge eindrucksvoll zurückgemeldet: Die Essener feierten einen klaren 77:65-Sieg über den Tabellenzweiten Gießen.

ETB -
Gießen 77:65 (35:31)

ETB: Buljevic (13/davon 3 Dreier), White (12/2), Baudinet (10/2), Alexander (10), Hackenesch (9), Stutz (8), Johnson (6/2), Jost (5), Oudendag (4), Gebhardt, Bartels.
Die Viertel: 21:13, 14:18, 20:10, 22:24.
Der Spielfilm: 7:7 (5.), 9:13 (8.), 23:13 (12.), 23:19 (14.), 27:24 (17.), 35:31 (20.), 37:31 (23.), 53:37 (29.), 63:48 (33.), 69:50 (34.), 72:54 (36.), 77:65 (40.).
Zuschauer: 1805.

Der ETB ist wieder da! Nun gut, die Essener Zweitliga-Basketballer (Pro A) waren natürlich nicht von der Bildfläche verschwunden. Sie hatten aber doch mit größeren Problemen umzugehen (gerade personeller Natur), die sich in den vergangenen Wochen mit drei Niederlagen in vier Spielen durchaus auch in Ergebnissen widergespiegelt hatten. Doch nun das: Die Wohnbau Baskets feierten gegen den Tabellenzweiten Gießen 46ers einen hochverdienten, ja souveränen 77:65-Sieg und setzten damit im Kampf um die Playoffs endlich einmal wieder ein dickes Ausrufezeichen. Es war ein Erfolg, der die Hoffnung nährt, dass die neuen Spieler – Nick Oudendag und Logan Stutz – schnell integriert werden können. Schon gegen die 46ers funktionierte das Zusammenspiel erstaunlich gut. Es war die Folge einer rundum gelungenen Trainingswoche.

Wesentlich für den Triumph über die während dieser Saison so bärenstarken Gießener waren aber die defensiven Qualitäten. Gerade in der Reboundstatistik waren die Schwarz-Weißen abgestürzt, gegen Gießen machte der ETB dann sofort deutlich, keine halben Sachen machen zu wollen. Die Essener langten zu, spielten hart unter den Körben und beeindruckten den Gegner sichtlich. „Das war die Marschroute“, gab Marco Buljevic nach dem Spiel preis.

Appell an den Kampfgeist

Igor Krizanovic habe unter der Woche den Kampfgeist der Mannschaft in Frage gestellt. Man sei das schwächste Reboundteam der Liga, dies habe vor allem auch mit dem Willen zu tun. „Darauf haben wir die passende Antwort gegeben“, so Buljevic zufrieden. Keine Frage: Hätte sich der ETB nur einige der teils kuriosen Ballverluste erspart, Gießen hätte Probleme bekommen, nur 50 Punkte zu erzielen.

Auch Coach Krizanovic war erleichtert. „Es gibt in dieser Spielzeit eine klare Regel: Gewinnen wir die Rebounds und die Dreier, dann gewinnen wir das Spiel.“ Der Kroate blieb aber vorsichtig: „Wir haben weiter viel zu tun. Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen, das war nur ein Etappensieg.“

Aber ein ganz, ganz wichtiger. In Essen ist mit den Verpflichtungen von Oudendag und Stutz eine neue Aufbruchstimmung zu spüren, die mit dem fulminanten Sieg über Gießen angefacht wurde. Igor Krizanovic war erleichtert, und hofft auf mehr: „Diese zwei Punkte hatten wir schon länger nötig, aber dies war ein Sieg, der noch wertvoller ist. Wir wollten nach Wochen voller Probleme eine neue Seite aufschlagen, ein Zeichen setzen. Das ist uns gelungen.“ Es gilt diesen Willen und diese Leistung zu konservieren. Am Samstag wartet das nächste Topspiel in Nürnberg.