Der ETB lässt sich nicht schocken
20.03.2011 | 21:03 Uhr 2011-03-20T21:03:00+0100
Paderborn -
ETB
81:91 (54:51)
Die Konkurrenz hatte mächtig Druck gemacht – doch der ETB ließ sich nicht beeindrucken: Mit einem verdienten 91:81-Sieg am Sonntagabend bei den webmoebel Baskets Paderborn bleibt der ETB im Kampf um den Klassenerhalt in der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) in aussichtsreicher Position und holte sich bei den Ostwestfalen zudem weiteres Selbstvertrauen für das wegweisende Abstiegsduell am kommenden Samstag am heimischem Hallo gegen den USC Freiburg (19.30 Uhr).
Es waren zum Beispiel die Breisgauer, die mit einem völlig überraschenden Sieg gegen Aufstiegsaspirant Würzburg die Liga verdutzten – und den Wohnbau Baskets einen schmerzhaften Stich versetzten. Nicht das einzige „obskure Ergebnis“, wie auch ETB-Trainer Igor Krizanovic meinte. Dazu zählte auch der Erfolg der Cuxhaven BasCats gegen Kirchheim, „was wir natürlich alles im Vorfeld unseres eigenen Spiels gegen Paderborn sehr wohl registriert haben“, so Krizanovic. Der ETB unter Zugzwang, „trotzdem haben die Jungs völlig unverkrampft gespielt, das war schön zu sehen“.
Von Beginn an arbeitete die schwarz-weiße Defensive konzentriert, und konnte doch kaum etwas ausrichten. Die Gastgeber waren gezwungen, schwierige Würfe zu nehmen – und sie trafen im ersten Durchgang beinahe nach Belieben. Ein Beispiel: 80 Prozent der Drei-Punkte-Versuche fielen durch den Ring. „Das hat ganz schön weh getan“, fand Coach Krizanovic, der allerdings mit dem guten Gefühl in die Halbzeitpause gehen konnte, noch „dran zu sein“: Weil auch der ETB wusste, wo der Korb hing. Und: „Kein Team hält so eine Quote über 40 Minuten aufrecht. Das habe ich den Jungs gesagt. Und als es soweit war, waren wir präsent.“
Die Vorentscheidung fiel kurz vor Ende des dritten Viertels, als die Wohnbau Baskets aus einem 64:68-Rückstand bis zur Pause eine 77:68-Führung bastelten und auch bei Wiederbeginn direkt noch zwei Punkte draufsattelten. Ein Vorsprung, den die Mannschaft ins Ziel verteidigte. Igor Krizanovic freute sich: „Es scheint fast so, als würde die Mannschaft in der entscheidenden Phase auf Betriebstemperatur kommen. Bis auf wenige Augenblicke bin ich mit der Leistung über die ganzen 40 Minuten sehr einverstanden.“
Allein die Konkurrenz spielt eben noch nicht mit. „Wir können nur das beeinflussen, wo wir selbst dran beteiligt sind. Wenn wir weiter gewinnen, werden wir am Ende über dem Strich stehen.“
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