Der ETB jubelt zu früh

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ETB Schwarz-Weiß -
Rot-Weiß Oberhausen U23 1:3 (1:0)

ETB: Ritz – Gipper, Klauke, Steurer, Yildiz – Michalsky – Witt, Vennemann (76. Bayram), Ivosevic, Geneli (65. Ouro-Akpo) – Abdallah.
Tore: 1:0 Geneli (15.), 1:1 Olivieri (63.), 1:2 Zwikirsch (69.), 1:3 Goris (71.).
Schiedsrichter: Thomas Dickmann.
Zuschauer: 325.

30 Minuten berauschte sich der ETB an seinem eigenen Spiel. Bilal Abdallah legte mit der Hacke ab, Denis Ivosevic leitete mit dem Außenrist weiter – der ETB bewegte sich mit spielerischer Leichtigkeit über das Feld. Aber eben nur 30 Minuten. In der zweiten Hälfte übernahm RWO das Kommando und sorgte dafür, dass die Schwarz-Weißen das Thema Abstiegskampf noch nicht endgültig zu den Akten legen können.

Dabei schienen nach dem Führungstreffer von Emre Geneli aus spitzem Winkel (22.) weitere Tore nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch im Gefühl der Überlegenheit verkam der Ballbesitz zum Selbstzweck. Tobias Ritz versuchte aus dem Tor entgegenzuwirken: „Wir müssen auch mal wieder Raumgewinn erzielen.“ Doch da hatte der ETB schon den Rhythmus verloren. „Dieses Spiel war eine Kopfsache“, sagte Trainer Mircea Onisemiuc.

Nach dem Sieg über Wuppertal und der starken Anfangsphase verlor der ETB den Fokus, gleichzeitig wurde Oberhausen besser. Ein ums andere Mal konnte RWO gegen die unsortierte Essener Viererkette in die Nahtstellen passen, weil diese ohne Ribene Nguanguata (gesperrt) und Kevin Müller (angeschlagen) nicht eingespielt wirkte. So wurde zwischen der 63. und 71. Minute aus der 1:0-Führung ein 1:3-Rückstand.

„Unsere Leistung war nicht gut, aber nach den extremen Belastungen in der Rückrunde kritisiere ich meine Mannschaft dafür nicht“, resümierte Onisemiuc. Schließlich machte dieser ETB zuletzt viel Freude und kann am Pfingstmontag zu Hause den Klassenerhalt eintüten.