David Schmude fährt zur WM nach Mailand

Felix Landes (l., Neckarsulm) und David Schmude (KGE) haben sich für die WM qualifiziert.
Felix Landes (l., Neckarsulm) und David Schmude (KGE) haben sich für die WM qualifiziert.
Foto: Ute Freise
Was wir bereits wissen
Großer Erfolg für David Schmude: neben seinen Klubkollegen von der KG Essen Max Hoff, Max Rendschmidt und Kai Spenner ist auch er noch auf den WM-Zug nach Mailand aufgesprungen.

Großer Erfolg für David Schmude: neben seinen Klubkollegen von der KG Essen Max Hoff, Max Rendschmidt und Kai Spenner ist auch er noch auf den WM-Zug nach Mailand aufgesprungen. Und zwar gemeinsam im Zweier mit Felix Landes (Neckarsulm). Beide hatten sich im nationalen Sichtungsverfahren für eine der zwei deutschen Viererkombinationen qualifiziert, die bei den Weltcups in Duisburg und Kopenhagen gegeneinander antraten. Und beide hatten sich nach den Finalrennen dort etwas enttäuscht gezeigt, lagen sie mit ihren Partnern doch hinter dem verbandsinternen Konkurrenzboot, in dem unter anderem Kai Spenner sitzt. In Kopenhagen waren es nur 16/100 Sekunden, die sie als dritte von dem siegreichen Vierer „Deutschland I“ trennten.

Diese starken Leistungen und auch das gemeinsame Test-Rennen im Zweier auf der zweiten nationalen Sichtung, bei dem sie sich über 1000m als die schnellste Kombination erwiesen, war für die verantwortlichen Bundestrainer Anlass genug, sie einem weiteren Test zu unterziehen. Zu Beginn des gerade gestarteten WM-Konditionslehrgangs in Kienbaum hatten sie die Chance, sich in einem Einzelzeitfahren im Zweierkajak über 500m nur gegen die Uhr noch nach Mailand zu fahren. Zu unterbieten galt es eine zuvor festgelegte Richtzeit, die es laut Bundestrainer Arndt Hanisch durchaus „in sich hatte“. Nach Bekanntgabe dieses Verfahrens hatten sich David Schmude und Felix Landes auch einige Tage in Essen auf dem Baldeneysee auf diesen „Ausscheid“ vorbereitet. Und nun in Kienbaum packten sie ihre Chance beim Schopfe und unterboten die Richtzeit um 1,2 Sekunden, für 500m ein Riesenzeitabstand. „Die beiden sind richtig gut und beherzt gefahren. Sicher bis zum Anschlag, aber das war bei der geforderten Zeit auch erforderlich“, gab Hanisch aus Kienbaum durch. Und nach der Deutlichkeit, in der sie die Norm unterboten haben, war klar, dass beide mit in der weiteren Vorbereitung verbleiben und mit zur WM fahren.

Schmude mit Landes über 500 Meter

Angedacht ist für Schmude-Landes nun erst einmal ein WM-Einsatz im 500m-Zweier. Hier liegen harte Rennen vom Zeitplan her vor dem wichtigen 1000m-Finale, auf das sich Max Rendschmidt und Marcus Groß voll konzentrieren, um die Olympia-Quotenplätze einzufahren. Aber auch für mögliche Änderungen im derzeitigen Vierer, der bei den Europaspielen in Baku das Finale verpasste, könnten sich beide anbieten. „Man hat bei diesen Rennen auf jeden Fall wieder gesehen, dass der Zweier funktioniert. So eine Zeit muss man erst einmal fahren. Jetzt sind David und Felix bei der ganzen weiteren WM-Vorbereitung mit dabei – und das absolut verdient“, gab es Lob von Arndt Hanisch.