„Das wird keine Kaffeefahrt“

Routinier Michael Hegemann soll den Tusem in Baunatal zum Sieg führen.
Routinier Michael Hegemann soll den Tusem in Baunatal zum Sieg führen.
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Was wir bereits wissen
Die 2.Handball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Und die Fans von Tusem Essen werden mit Blick auf die Tabellen feststellen: Sechs Spieltage vor dem Ende sieht es gar nicht mal so schlecht aus für die ihre Handballer, die sich von Beginn an im Tabellenkeller abgestrampelt haben.

Die 2.Handball-Bundesliga geht in die entscheidende Phase. Und die Fans von Tusem Essen werden mit Blick auf die Tabellen feststellen: Sechs Spieltage vor dem Ende sieht es gar nicht mal so schlecht aus für die ihre Handballer, die sich von Beginn an im Tabellenkeller abgestrampelt haben. Nach dem jüngsten Heimsieg über Hamm liegt die Mannschaft von Trainer Mark Dragunski drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, den die HG Saarlouis belegt. Und das Gute ist: Der Tusem hat es nach wie vor selbst in der Hand, für Sicherheit sorgen. Und kann gleich an diesem Freitag beim Schlusslicht Eintracht Baunatal (20.30 Uhr, Friedrich-Ebert-Allee) damit beginnen.

Das wird eine klare Sache, sollte man meinen. Das Schlusslicht Baunatal ist nur noch eine Funzel, gerade mal sechs Pünktchen aus 32 Partie hat der Gastgeber gesammelt, vier davon in eigener Halle. „Aber das wird keine Kaffeefahrt für uns“, warnt Dragunski. „Sie werden uns die Punkte ganz sicher nicht schenken.“ Und überhaupt: Auswärts hat der Tusem gravierende Probleme. Drei Zählern sind es dort bisher geworden. Auch diese Bilanz ist die eines Abstiegskandidaten. Der sich aber immerhin auf seine Heimstärke verlassen kann.

Also kein Grund, leichtsinnig zu werden. „Wir müssen schon eine gute Leistung zeigen, um in Baunatal zu gewinnen“, betont Dragunski und erinnert sich mit Grausen an den jüngsten Auftritt in der Fremde, als sein Team beim direkten Konkurrenten Dormagen kläglich versagte. „Danach bei unserem Heimsieg gegen Hamm haben wird dann wieder eine ganz andere Einstellung gezeigt.“ Und sogar ohne den „Leader“ Michael Hegemann gepunktet. Der routinierte Regisseur hat seinen grippalen Infekt auskuriert und ist heute wieder am Ball. Auch Linksaußen Lasse Seidel, der gegen Hamm einen Schlag auf die Schulter bekommen hatte, wird wohl auflaufen können.

Das wird auch nötig sein, denn die Gastgeber haben in der laufenden Spielzeit mehrmals bewiesen, dass sie phasenweise konkurrenzfähig sein können. Zuletzt erzielten sie gegen Bad Schwartau (22:26) und gegen den Tabellenachten Coburg (24:24) respektable Ergebnisse. Und in der Hinrunde haben sie sogar Dormagen geschlagen, wofür sich die Dormagener aber im Rückspiel mit dem 32:16 eindrucksvoll revanchiert haben.

„Baunatal kann befreit aufspielen und will das eigene Publikum mit einer guten Leistung bei Laune halten“, ahnt Dragunski. Der Tusem wiederum möchte den Spaß nicht mitmachen. „Mit einer konzentrierten Leistung haben wir gute Chancen zu punkten.“ Und weil am Samstag die Abstiegskandidaten Dormagen und Saarlouis aufeinandertreffen, könnte ein Auswärtssieg doppelt wertvoll sein. Es wäre der zweite in dieser Saison.