Das Favoritenfeld lichtet sich

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In der Vorwoche hatte es sich bei den Essener Hallenstadtmeisterschaften schon angedeutet: Viele Favoriten tun sich schwer. Dieser Trend setzte sich in der Vorrunde fort. So verabschiedete sich Landesligist SV Burgaltendorf ebenso aus dem Turnier wie Bezirksligist SuS Haarzopf. Auch für die Spitzenteams der A-Kreisligen war Schluss: Die Tabellenführer SG Kupferdreh-Byfang und TuS 84/10 schieden genauso wie ihre Verfolger TuS Holsterhausen und Yurdum Spor aus. Das Feld der Favoriten lichtete sich damit weiter.

Wolfgang Gräfen, Trainer des TuS 84/10, hatte gewarnt: „Wenn man in der Liga vorne steht, heißt das noch lange nicht, dass man dann auch eine gute Hallenmannschaft ist.“ Diese Einschätzung bewahrheitete sich auf dem Parkett. TuS 84/10 war von vielen Beobachtern vor Turnierbeginn ob des exzellenten Kaders in den Favoritenkreis aufgenommen worden. Schließlich liefen beim Tabellenführer der Kreisliga A Nordwest unter anderem Omar Allouche, bester Torwart des Turniers 2013, sowie Mohamed Kachout, bester Spieler des Turniers 2013, auf. Doch in der Gruppe eins im Nordwesten waren der überzeugende Bezirksligist SC Phönix und Landesligist Vogelheimer SV zu stark für die Bergeborbecker. „Wir hatten ein schlechtes Passspiel und zu viele Fehler im Aufbau“, analysierte Gräfen. Sein an sich spielbestimmendes Team lud die Gegner damit ein ums andere Mal zum Kontern ein und schied aus.

Auch für den SV Burgaltendorf war in der Vorrunde Schluss. In einer Gruppe mit Bezirksligist SC Werden-Heidhausen und dem in der Halle schon traditionell überzeugenden Kreisligisten Heisinger SV reichte es nur zu Rang drei. „Das war enttäuschend. Die Mannschaft hat sich schlecht präsentiert.Wir haben einen gebrauchten Tag erwischt“, erklärte SVA-Trainer Jörg Oswald.

Ganz ohne Wackler kamen in der zweiten Runde nur wenige Favoriten durch. Titelverteidiger SV Schonnebeck etwa, der sich in der Gruppe drei im Nordwesten mit drei Siegen und ohne Gegentor durchsetzte. Oder Landesligist ESC Rellinghausen, bei denen Co-Trainer und Hallenspezialist Dennis Florian auf dem Parkett stand. Der ESC kassierte aber in der Schlusssekunde des letzten Gruppenspiels den Ausgleich und büßte damit seine blütenweiße Weste ein. Vorjahresfinalist FC Kray verlor dagegen im Südosten in der Gruppe zwei sein Auftaktspiel und musste vor der letzten Partie um das Weiterkommen zittern, zog aber mit einem 5:1 gegen den VfL Kupferdreh den Kopf aus der Schlinge.

Zum Bedauern des Publikums mussten dagegen zwei Sympathieträger der Qualifikationsrunde die Segel streichen. C-Ligist FC Kettwig wurde zwar lautstark von seiner im Winter zurückgezogenen ersten Mannschaft nach vorne gepeitscht, sammelte aber nur einen Punkt. Der wieder frenetisch unterstützte Freizeitligist Playhouse Kickers besiegte zwar Yurdum Spor, immerhin Dritter in der Kreisliga A Südost, schied aber hinter Landesligist SF Niederwenigern und Kreisligist FSV Kettwig dennoch aus. „Es war trotzdem ein tolles Erlebnis“, erklärte Kickers-Coach Daniel Schäper. „Mit dem Spiel gegen Yurdum Spor war ich aber sehr zufrieden. Da hat man gesehen, dass der Abstand von der Freizeit- zur Kreisliga nicht so groß ist.“ Auch Kreisligist FC Stoppenberg, der in der Zwischenrunde am Hallo Heimvorteil gehabt hätte und dort in der Vergangenheit für Stimmung sorgte, schied aus.

In der kommenden Woche wäre in der Zwischenrunde am Hallo damit die Rolle des Publikumslieblings neu zu vergeben.