Das Ende der Titelambitionen
14.02.2010 | 20:10 Uhr 2010-02-14T20:10:00+0100
TuS Holsterhausen
- Fraulautern
1:3
Essen. Der TuS Holsterhausen ist auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt: Nach der schmerzhaften 1:3-Heimniederlage gegen Saarlouis-Fraulautern muss der Tischtennis-Bundesligist seine Titelambitionen begraben.
Ausgerechnet die sonst so zuverlässige Aya Umemura, durch eine Handverletzung gehandicapt, erwischte nicht ihren besten Tag. Ohne die einkalkulierten Zähler der Japanerin war der TuS chancenlos. „Die Punkte müssen wir jetzt eben woanders holen, um weiter oben dran zu bleiben“, gibt sich TuS-Manager Hans-Willi Frohn kämpferisch.
Den ersten Rückschlag musste die Mannschaft bereits im Auftakteinzel hinnehmen: Gegen die erst 15-jährige Petrissa Solja leistete Essens Umemura lediglich im zweiten Satz ernsthaften Widerstand. Eine 8:5-Führung reichte nicht zum Satzgewinn.
„Ayas Niederlage hat uns frühzeitig das Genick gebrochen“, erklärte Frohn. Was aber hätte er wohl gesagt, wenn Zhenqi Barthel kurz darauf gegen Fraulauterns Nummer eins, Li Fen, gewonnen hätte? Die Chance dazu hatte die Essenerin. In den ersten beiden Sätzen dominierte sie die Gegnerin mit ihrem temporeichen Block- und Konterspiel. Doch Barthel konnte das Niveau nicht halten.
Mit der 2:0-Satzführung im Rücken ließ ihre Konzentration zu Beginn des dritten nach. Fen übernahm mehr und mehr das Kommando und Barthel verkrampfte: Sie fluchte, schmiss den Schläger und trat gegen den Tisch. Es brachte nichts – außer einer Gelben Karte. So führte Fen im Entscheidungssatz mit 6:2, ehe sie sich eine Schwächephase erlaubte. Barthel glich aus zum 6:6.
Nachdem Fen mit ihrem Aufschlag zwei Mal direkt punktete, war das Einzel und gleichzeitig die gesamte Partie entschieden. Zwar holte Elke Schall noch den Essener Ehrenpunkt, doch Umemura blieb auch im Spitzeneinzel gegen Fen ohne Satzgewinn. In zuvor zehn Partien verlor die Essenerin nur drei Einzel. Nun waren es gleich zwei in einem Spiel.
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