Chris Alexander soll es richten
19.09.2010 | 21:43 Uhr 2010-09-19T21:43:00+0200Es war die offizielle Generalprobe für den Meisterschaftsauftakt in der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A): Der 86:72 (41:30)-Erfolg der ETB Wohnbau Baskets gegen Pro-B-Ligist BSV Wulfen offenbarte Licht und Schatten und so stellte ETB-Trainer Igor Krizanovic sachlich fest: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“
Zumal die Essener doch noch einmal das Personalkarussell angeworfen haben. Der ETB trennte sich von Point Guard Gabriel Moore, an seine Stelle rückt nun Chris Alexander. Der US-Amerikaner trainierte zuletzt bei Phönix Hagen mit, Krizanovic hofft darauf, dass er dem Team weiterhelfen kann. „Die Entscheidung gegen Gabriel ist uns sehr schwer gefallen, er hat menschlich ganz hervorragend in die Mannschaft gepasst.“
Aber allein das reicht nicht aus, Wunschkandidat Moore konnte sportlich die Erwartungshaltung nicht erfüllen. Der ETB zog die Konsequenzen – und versucht es nun mit Alexander. Krizanovic spricht von einem Vertrauensvorschuss, „aber wir sind davon überzeugt, dass er die Aufgaben meistern kann“. Nun gelte es ihn an die Mannschaft heranzuführen.
Gegen Wulfen steuerte Chris Alexander neun Punkte bei. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten auf „rutschigem Parkett“ kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel. In der zweiten Halbzeit sorgte der ETB auch dank einer deutlichen Leistungssteigerung von Morgan Lewis für klare Verhältnisse. Mit einer „3+“ wollte Krizanovic die Leistung seiner Mannschaft bewerten, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten auf „rutschigem Parkett“ zwar immer besser ins Spiel kam, aber vor allem in der Defensive so ihre Probleme hatte. Nicht jeden Gegenspieler hatten die Schwarz-Weißen immer unter Kontrolle, zudem leistete sich die Mannschaft 27 Fouls. „Und damit laden wir den Gegner natürlich immer wieder zu einfachen Punkten ein.“
Es fehlt halt noch ein Tick, das gab auch Krizanovic zu. Eine Woche Zeit bleibt noch, um Unzulänglichkeiten auszubessern. Denn obwohl die Entwicklung des, so Krizanovic, „talentierten Teams“ mit dem Meisterschaftsauftakt am kommenden Samstag am Hallo gegen Chemnitz (19.30 Uhr) nicht abgeschlossen ist – „und auch nicht sein muss“ –, so weiß der Kroate doch um die Bedeutung des ersten Spiels. „Wir werden die ganze Saison über Fortschritte machen. Gleichwohl haben wir wieder ein enorm schweres Programm zu Beginn der Saison. Daher wäre es natürlich wichtig, könnten wir vor heimischem Publikum sofort die ersten Punkte einfahren.“
Überhaupt legt man bei den Wohnbau Baskets hinsichtlich der Zielsetzung einen Schwerpunkt für die Saison darauf, Heimstärke zu entwickeln. „Da ist uns vor allem in der vergangenen Saison nicht wirklich viel gelungen, das wollen wir nun unbedingt abändern und verbessern.“
15:24
Zählen tut es erst ab dem nächsten Wochenende. Alles andere ist doch nur goldene Ananas. Ich hoffe auf mind. 2.000 Zuschauer am nächsten Samstag, eine tolle Stimmung und natürlich die ersten Punkte in der Liga. Ihr schafft das