Chapeau, FC Kray!

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er Jubel an der Hafenstraße mit dem Verbandspott in der Hand ist gerade erst verhallt, da brechen schon wieder alle Dämme an anderer Stelle. Der Fußball-Regionalligist FC Kray hat am Uhlenkrug mit dem 1:0-Sieg über Schalke II den Klassenerhalt geschafft. Ein starke, ja eine geradezu sensationelle Leistung für diesen Verein. Gar nicht mal, weil der FC Kray ein Neuling in dieser Liga ist, sondern weil er als relativ „kleiner Klub“ in dieser 4.Liga mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen hatte.

Der FC Kray hatte in dieser Spielzeit nicht nur einmal Pech bei Schiedsrichter-Entscheidungen, die, wie man leider erst zu spät erkannte, falsch oder zumindest zweifelhaft waren. Und Punkte kosteten. Die Krayer beklagten auch den ständigen Umzug von der heimischen KrayArena ins „ferne“ Stadion am Uhlenkrug, der vom Verband gefordert wurde, um die Richtlinien zu erfüllen. Das ständige Hin und Her hat nicht nur Zuschauer gekostet, sondern auch etliche Euro und vor allem Nerven.

Aber der FC Kray aber hat sich gewehrt, ist immer wieder aufgestanden. Er hat alles gegeben und manchmal auch noch ein bisschen mehr. Und er ist für diesen unerschütterlichen und unermüdlichen Einsatz belohnt worden.

Der Erfolg ist ganz sicher ein Verdienst der Trainer Michael Lorenz und Denis Tahirovic, auch sie Neulinge in dieser Liga. Egal was passierte, sie haben unaufgeregt Konzentration und Einsatz eingefordert. Selbst nach den beiden Siegen über den großen Nachbarn RWE haben sie nüchtern, sachlich Bodenhaftung angemahnt. Nicht wenige schwärmten von einer historischen Dimension. Michael Lorenz entgegnete nur unberührt: „Wir haben noch nichts erreicht, wir müssen weiter arbeiten. Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt.“ Das hat der FC Kray am Sonntag erreicht. Glückwunsch und Chapeau!