Cardinals lassen Big Points liegen

Die Assindia Cardinals verlieren das Spitzenspiel gegen die Langenfeld Longhorns mit 10:14. Auf dem Foto: Deniz Tarhan, Markus Patschke und Martin Golab (Cardinals)
Die Assindia Cardinals verlieren das Spitzenspiel gegen die Langenfeld Longhorns mit 10:14. Auf dem Foto: Deniz Tarhan, Markus Patschke und Martin Golab (Cardinals)
Foto: WAZ FotoPool
Nach der 10:14-Niederlage gegen die Langenfeld Longhorns bleibt das Meisterschaftsrennen wohl bis zum Finish hochspannend. Zu viele Yards-Strafen für die Gastgeber.

Assindia Cardinals -
Langenfeld Longhorns 10:14

Viertel: 0:0, 0:14, 7:0, 3:0.
Cardinals-Punkte: Wittmann (6), Lupp (4).
Zuschauer: 900.

Die Footballer der Assindia Cardinals haben im Top-Duell der Regionalliga gegen die Langenfeld Longhorns die Vorentscheidung im Titelrennen verpasst. Zwar liegen die Essener auch nach der 10:14-Niederlage aufgrund des besseren direkten Vergleichs noch immer an der Spitze, doch der Kampf um die Meisterschaft dürfte nun bis zum Finish enorm spannend bleiben.

„Natürlich schmerzt jede Niederlage, aber vielleicht rüttelt das die Jungs zur rechten Zeit auch noch mal wach. Wir haben weiterhin alles in der Hand und können unsere Ziele noch immer aus eigener Kraft erreichen, allerdings dürfen wir uns nun keinen Ausrutscher mehr erlauben“, kommentierte Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler die in der Tat sehr unnötige Pleite.

Unnötig war die Niederlage vor allem, da sich die „Men In Blue“ mit zahlreichen Strafen immer wieder selbst in missliche Lagen manövrierten. Zwar ließ sich über die ein oder andere Schiedsrichter-Entscheidung trefflich diskutieren – so auch, als die Essener beim Stand von 7:14 einen Fieldgoal-Versuch der Gäste blockten und den Ball bis in die gegnerische Endzone trugen, was aufgrund einer Strafe wegen Haltens jedoch nicht galt – aber insgesamt blieb zu konstatieren: selbst schuld, selbst verbockt.

Insgesamt 215 Yards Strafe erhielten die Essener von den Referees aufgebrummt, Langenfeld gerade mal 40. „Selbst wenn aus meiner Sicht nicht alle Strafen gerechtfertigt waren, so müssen wir uns ganz klar an die eigene Nase fassen“, befand Wilfried Ziegler.

Immer wieder wurden eigentlich erfolgreiche Versuche in Folge von Strafen wiederholt, immer wieder mussten die Cardinals wegen ihrer Vergehen mehr als die üblichen zehn Yards für ein neues First Down überwinden.

Den Langenfeldern genügte daher eine sehr solide, aber keinesfalls überragende Leistung, um die Punkte mit auf den Heimweg zu nehmen. Gleich zwei Mal brachten sie den Football im zweiten Viertel in der Essener Endzone unter, und der Pausenstand von 0:14 ließ nichts Gutes für die Hausherren erwarten. Zwar lief es bei den Cardinals in der zweiten Halbzeit deutlich besser, doch auch im dritten und vierten Viertel verhinderten vor allem die zahlreichen Strafen die erhoffte Wende. Und so müssen die „Men In Blue“ vor allem an ihrer eigenen Disziplin arbeiten, wenn sie auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft nicht noch stärker ins Straucheln geraten wollen.