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Bloß keine Überheblichkeit

18.01.2008 | 22:53 Uhr

Moskitos-Trainer Jari Pasanen warnt davor, die Gäste aus Landsberg zu unterschätzen.Den letzten Vergleich zwischen beiden Teams gewann Essen mit 17:3

EISHOCKEY 2. BUNDESLIGA Das morgige Heimspiel der Essener Moskitos gegen den EV Landsberg dürfte eine reine Kopfsache sein. Am 28. Dezember gelang dem ESC mit einem 17:3 in Landsberg der höchste Saisonerfolg in der 2. Eishockey-Bundesliga. Doch das ist Vergangenheit. Moskitos-Trainer Jari Pasanen erwartet am Sonntag (18.30 Uhr, Westbahnhof) allerdings eine viel stärkere Mannschaft.

Bis zum 16. Dezember des vergangenen Jahres war die sportliche Welt bei den Gästen noch in Ordnung. Damals siegte der Klub beim Top-Team Schwenninger ERC mit 5:2. In der Tabelle ließen sich die finanziellen Probleme noch nicht ablesen. Die Oberbayern rangierten auf einem der vorderen Plätze. Dann aber mussten die Verantwortlichen des EV die Konsequenzen aus der drohenden Insolvenz ziehen. Die wichtigsten ausländischen Spieler verließen den Klub. Trainer Larry Mitchell nahm ein Angebot aus der Deutschen-Eishockey-Liga an und trainiert seitdem die Augsburg Panther.

Mitchells Ex-Klub kassierte in den vergangenen vier Wochen acht Niederlagen in Folge. Sie schossen 16 Tore und kassierten 63. Der Absturz aus den Playoff-Plätzen war die logische Konsequenz. Doch der neue Trainer Fred Ledlin, den ESC-Trainer Jari Pasanen noch aus seiner aktiven Zeit in Nordamerika kennt, hat mittlerweile neue Spieler geholt. Die Niederlagen bewegen sich seitdem wieder in einem erträglichen Rahmen. Landsberg scheint wieder einigermaßen konkurrenzfähig. Deshalb mahnt Pasanen seine Profis vor Überheblichkeit. "Das 17:3 muss aus den Köpfen der Spieler", fordert Pasanen. "Landsberg hat mittlerweile wieder alle Ausländerpositionen neu besetzt."

Auf der Torwartposition verpflichteten die Süddeutschen sogar einen ehemaligen Moskito. Peter Aubry hat allerdings nicht die besten Erinnerungen an seine kurze Zeit am Westbahnhof. Zu Beginn der vergangenen Saison hinterließ er dort nicht den besten Eindruck. Da sich auch seine Frau in Essen nicht wohl fühlte, verabschiedete sich der Kanadier nach ein paar Saisonspielen.

Aubrys Spielberechtigung für die Landsberger ließ allerdings auf sich warten, da die Newcastle Vipers behaupteten, Aubry hätte seine Torwartausrüstung noch nicht abgegeben. Mittlerweile ist die Angelegenheit mit dem ehemaligen Arbeitgeber des Keepers geklärt. Im gestrigen Heimspiel gegen Crimmitschau stand er erstmals im Landsberger Gehäuse.

Von Dirk Stasikowski

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