Bittere Pille in Nürnberg

uerte acht Punkte bei, sein ETB musste sic h in Nürnberg aber geschlagen geben.
uerte acht Punkte bei, sein ETB musste sic h in Nürnberg aber geschlagen geben.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Es war ein spannender Krimi – ohne „Happy End“ für den ETB: Der Basketball-Zweitligist (Pro A) musste sich rent4office Nürnberg knapp mit 76:81 geschlagen geben, wieder fehlten den Essenern viele Leistungsträger für die Partie beim Spitzenteam aus Franken.

Nürnberg -
ETB 81:76 (29:36)

ETB: Stutz (19/davon 2 Dreier), Baudinet (14/3), Buljevic (12/2), Hackenesch (8), White (8), Johnson (7/1), Jost (6), Klöß (2), Gebhardt, Bartels.
Die Viertel: 19:19, 10:17, 27:14, 25:26.
Der Spielfilm: 6:2 (4.), 10:11 (7.), 19:19 (10.), 21:29 (17.), 26:36 (19.), 31:40 (22.), 45:44 (26.), 51:47 (28.), 56:48 (30.), 58:58 (34.), 75:65 (38.), 75:73 (39.), 78:73 (40.), 81:76 (40.).

Es war ein spannender Krimi – ohne „Happy End“ für den ETB: Der Basketball-Zweitligist (Pro A) musste sich bei rent4office Nürnberg knapp mit 76:81 geschlagen geben, Trainer Igor Krizanovic war natürlich enttäuscht ob der Niederlage, aber angetan von der Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben uns weiter verbessert. Jetzt müssen wir die nächsten zwei Punkte zu Hause holen.“

Viele Spielzeiten im Sport bleiben in Erinnerung. Sei es aufgrund eines magischen Abends oder einer kaum für möglich gehaltenen Serie, wie sie auch der ETB erst 2014 genießen durfte. Vielleicht wird diese Pro A-Saison für die Essener – irgendwann einmal, wenn sie Geschichte sein wird – immer verbunden sein mit der Frage, was wohl möglich gewesen wäre, hätte das Team zumindest für gewisse Phasen mal komplett aufs Parkett gehen dürfen. 2014/15 zeichnete sich bislang dadurch aus, dass immer irgendwer fehlte.

Traurige Konstante

Robin Christen (Schambeinentzündung) ist da die traurige Konstante. Kapitän Christoph Hackenesch war mal länger nicht dabei, oder der mittlerweile nicht mehr zum ETB gehörende Marques Oliver. Thomas Baudinet ist so ein Fall, von den Grippewellen ganz zu schweigen. „Wir arbeiten hart dafür, dass wir nach der Saison sagen dürfen, dass viel drin war und wir das Optimum herausgeholt haben“, so Krizanovic. „Aber es stimmt: Die Personal-Probleme sind ein ständiger Begleiter.“

Auch in Nürnberg musste die Mannschaft auf Christen und zwei weitere Leistungsträger verzichten: Chris Alexander durfte – selbstverständlich – aufgrund eines Trauerfalls in der Familie nach Hause in die USA fliegen. Nick Oudendag musste sich einer OP am Ellenbogen unterziehen: In den ersten Tagen im ETB-Dress war er gefallen – was harmlos schien, hatte sich in den vergangenen Tagen verschlimmert. Damit fehlte beim NBC Länge und Masse unter den Körben, über die man sich gerade erst hatte freuen dürfen.

Dennoch lieferten die Wohnbau Baskets bei den Franken eine blitzsaubere, kämpferisch einwandfreie Leistung ab: Die Essener kamen sehr gut in die Partie, erarbeiteten sich in Nürnberg im zweiten Viertel sogar eine Führung. Der ETB benötigte nach der Halbzeitpause allerdings eine Spur zu lange, um sich auf Gastgeber einzustellen, die mit wesentlich mehr Dampf aus der Kabine gekommen waren.

ETB mit Moral

„Ansonsten hat die Mannschaft eine tolle Leistung bei einem echten Spitzenteam abgeliefert“, lobte Igor Krizanovic. Und sie hat Moral bewiesen, kam auch nach einem Rückstand von zehn Punkten knapp drei Minuten vor Schluss (65:75, 38.) – und trotz der Tatsache, dass Josh Young für den NBC einfach alles in dieser Phase treffen sollte – noch einmal zurück (73:75, 39.). Am Ende durfte aber Nürnberg jubeln. Krizanovic: „Diese Leistung war ein weiterer Schritt nach vorne, auch wenn es diese Niederlage nicht weniger bitter macht. Wir können und werden darauf aufbauen.“