Beim Etuf steht am Ende die Null

Vergab zwei Matchbälle: Ysaline Bonaventure.
Vergab zwei Matchbälle: Ysaline Bonaventure.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
0:9-Niederlage gegen TC Rüppur Karlsruhe konnte die Freude über den Klassenerhalt bei Teamchefin Schmitz nicht trüben.

Mit zwei sportlichen Paukenschlägen hatten die Etuf-Damen in der Tennis-Bundesliga die Saison gestartet, mit Blitz und Donner ging sie Sonntag zu Ende. Zum Schluss ließen es aber nur noch die Gäste vom TC Rüppur Karlsruhe so richtig krachen: 0:9 hieß es aus Essener Sicht. „Sportlich war es eher ein trauriger Tag für uns, aber mit dieser Niederlage war zu rechnen, unsere Freude über den Klassenerhalt bleibt aber ungetrübt“, so Teamchefin Sabine Schmitz.

Der schwante beim Blick auf den Spielbogen schon nichts Gutes: Bis auf die Top-Gesetzte Sabine Lisicki, die tags zuvor in Wimbledon die Segel streichen musste, waren die Badenerinnen mit der „vollen Kapelle“ erschienen, wollte man doch unbedingt Rang zwei in der Endabrechnung verteidigen. So verliefen die Einzelspiele meist schnell in Richtung der Gäste.

Für den Etuf-Ehrenpunkt hätte allerdings beinahe Ysaline Bonaventure an der Spitzenposition gesorgt. Nachdem Satz eins an der Belgierin gegen die Schwedin Johanna Larsson mit 0:6 vorbei gerauscht war, ver biss sie sich auf dem Center Court förmlich in die Partie. Nach gewonnenem zweiten Satz (7:5) ging es im Matchtiebreak in die Verlängerung. Zweimal hatte die Essenerin bei 8:7- und 9:8-Führung bereits Matchball, am Ende musste sie beim 11:13 doch gratulieren. Erhebliche Gegenwehr bot an Zwei auch die große Kämpferin Anne Schäfer der Favoritin Andreea Mitu. Das 4:6, 1:6 war besonders im ersten Satz eine enge Angelegenheit, am Ende setzte sich das druckvolle Grundlinienspiel der Rumänin – im unschuldigen Wimbledon-Weiß gedresst – gegen die tapfer verteidigende Schäfer, die mit einigen sehenswerten Stopps konterte, doch durch. Mitu zeigte eindrucksvoll, warum sie dieses Jahr bei den French Open in Paris das Achtelfinale erreichte.

Eng ging es auch in der Partie von Angelique van der Meet gegen die Tschechin Eva Birnerova zu, am Ende zog die Holländerin in der kompromisslosen Vorhand-Lotterie mit 5:7, 5:7 trotz 3:0-Führung im Ersten den Kürzeren. Nichts zu bestellen hatten dagegen Lisa Ponomar (1:6, 3:6 gegen Teliana Pereira), Katharina Holert (0:6, 2:6 gegen Laura Siegemund) und Roos van der Zwaan (0:6, 2:6 gegen Anna Bondar). Auch in den Doppeln blieben die Karlsruherinnen ohne Satzverlust.