Baunach weist den Weg

Wieder da: Chris Alexander (links) ist aus den USA zurück.
Wieder da: Chris Alexander (links) ist aus den USA zurück.
Foto: WAZ FotoPool
Die ETB Wohnbau Baskets stecken im Kampf um die Playoffs. Da mag es keine unwichtigen Spiele geben, der Heimpartie am Samstag gegen Baunach kommt dennoch eine richtungsweisende Bedeutung zu.

Nun mag es in der sportlichen Situation, in der sich die ETB Wohnbau Baskets befinden, eigentlich keine weniger relevanten Spiele geben, dem Heimspiel in der Zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) an diesem Samstag gegen Bike-Cafe Messingschlager Baunach (19.30 Uhr, am Hallo) kommt trotzdem aber besondere Bedeutung zu: Nicht allein aus dem Grund, dass es für Logan Stutz gegen seine alten Teamkameraden geht. Natürlich nicht. Baunach hatte sich – tabellarisch „jenseits von Gut und Böse“ – dazu durchgerungen, verstärkt auf die eigenen deutschen Talente zu setzen und den Importspielern Gesprächsbereitschaft signalisiert, sollte ein Wechselwunsch aufkommen. Nun aber hat man – und jetzt wird es richtig wichtig – in Oberfranken doch Gefallen an der Idee gefunden, die Saison für mögliche Playoff-Spiele zu verlängern.

Vier Punkte-Spiel

Das 66:48 gegen Vechta und der Sprung auf Rang neun (mit nur vier Punkten Rückstand auf die Top 8) haben den Kampfgeist geweckt: „Wenn wir die Chance auf die Playoffs wahren möchten, müssen wir noch Punkte in fremder Halle klauen. Warum sollten wir damit nicht in Essen anfangen?“, so Baunach-Teammanager Jörg Mausolf in dieser Woche angriffslustig.

In Essen hat man diese Ambitionen sehr wohl registriert. Es ist ein „Vier-Punkte-Spiel“, verbunden mit der Chance, diesen „neuen“ Konkurrenten im Kampf um die K.O.-Runde auf Abstand zu halten. Es wird schwer genug: „Baunachs Auftritt gegen Vechta sollte uns Warnung genug sein“, findet beispielsweise auch ETB-Trainer Igor Krizanovic. Und so setzt er bei aller taktischen Finesse vor allem auf die kämpferische Komponente, noch dazu vor heimischem Publikum: In der Liga sei es ohnehin schwer, eine Aufgabe komplett mit spielerischen Mitteln zu lösen, „daher brauchen wir auch die nötige Aggressivität, um zu bestehen“. Kampfgeist eben: Gießen mag da als Blaupause dienen, beim letzten Auftritt am Hallo hatten die Schwarz-Weißen dem Tabellenzweiten den Schneid abgekauft.

Ein Wort zum Personal: Robin Christen wird gegen Baunach fehlen – und Nick Oudendag. Der niederländische Nationalspieler mache nach seiner Ellenbogen-Operation große Fortschritte, berichtet Trainer Igor Krizanovic. „Ein Einsatz am Samstag käme aber auf jeden Fall zu früh.“ Chris Alexander ist wieder dabei.

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