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Baskets müssen weiter zittern

11.04.2010 | 18:22 Uhr
Baskets müssen weiter zittern

Essen.Chance vertan: Die ETB Wohnbau Baskets haben in der 2. Basketball-Bundesliga (Pro A) die endgültige Entscheidung um den Klassenerhalt verpasst. Mit 75:86 verloren die Essener das Abstiegsduell gegen den direkten Konkurrenten TV Langen.

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Igor Krizanovic (ETB-Trainer): Wir waren früh mit Fouls belastet. Den Kriterien der Schiedsrichter haben wir uns nicht angepasst. Die zweite Hälfte war schwach und das vierte Viertel richtig schlecht. Von außen haben wir die Langener nicht mehr kontrollieren können.

Fabian Villmeter (Trainer TV Langen): Das Spiel war lange Zeit relativ offen. In der zweiten Halbzeit waren wir schon zehn Punkte tief. Da hat man gesehen, zu was der ETB in der Lage ist. Doch mit Kampf, Einsatz und unser Verteidigung haben wir das Spiel umgebogen.

Carsten Bartels (ETB): Am Ende hat Langen die Dreier getroffen. Wir haben in keinem Viertel das abgerufen, was wir können. Das war zwar die ganze Zeit solide, aber Langen hat immer getroffen, da war es dann für uns vorbei.

Gerrit Terdenge (ETB): Langen hat das Tempo diktiert und wir haben nicht den Rhythmus gefunden. Es ist oft so, dass Auswärtsmannschaften lange im Spiel bleiben möchten. Am Ende hat Langen dann zugeschlagen. Jetzt stehen wir stark unter Druck und müssen gewinnen.

Tobias Grauel (TV Langen): Es war ein wichtiger Moment für uns. Unser Team hat gekämpft und ist zurückgekommen. Es läuft momentan für uns von Spiel zu Spiel gut.

ETB-Trainer Igor Krizanovic zippte immer wieder mit seinen Fingern an seinem Jacket-Kragen, Präsident Jan Teigelack kniff nervös seine Lippen zusammen. Die Essener, die auf Sebastian Schröter und Kevin Kern verzichten mussten, lagen fast die gesamte Partie über in Führung, gaben diese aber sechs Minuten vor Schluss ab (69:70). Der Zehn-Punkte-Vorsprung Mitte des dritten Viertels reichte dem ETB nicht.

„Da sind uns Zweifel gekommen. Das war ein psychischer Knackpunkt. Dann zittern auch die Hände“, analysierte ETB-Trainer Igor Krizanovic. Im letzten Viertel landeten die Essener Würfe öfter auf dem Ring als in ihm. „Anfang des vierten Viertels haben wir aufgehört, die Würfe von außen zu treffen. Langen hat aber damit einfach weitergemacht“, befand Krizanovic. Und die Rebounds schnappten sich in der entscheidenden Phase die Gäste – und nicht wie drei Viertel zuvor die Schwarz-Weißen.

In der Offensive lief es nicht rund für die Essener, aber viel mehr ärgerte sich Krizanovic über die schlechte Abwehr. „Die Verteidigung hat kein gutes, kein diszipliniertes Spiel gezeigt. Die Disziplin war mangelhaft“, kritisierte der ETB-Coach. Auch Gerrit Terdenge, mit 21 Punkten bester Essener Werfer, sah in der Verteidigung die größten Probleme: „Wir haben zu viel zugelassen und Langen freie Würfe gestattet. In der Abwehr haben wir nicht gut gearbeitet.“

Hoffnung, mit einem Heimsieg gegen den TVL den Klassenerhalt perfekt zu machen, keimte beim ETB dennoch noch einmal kurz auf, als Keonta Howells sich durch die Langener Verteidigung tankte und per Dunking auf 73:74 verkürzte (36.). Doch als Tobias Grauel, Langens Topscorer (20) am Samstagabend, weit vor der Dreierlinie zum Wurf ansetzte und den Ball sicher im Korb versenkte, wurde es still in der Halle am Hallo. Zwei Minuten vor dem Ende führten die Gäste mit sechs Punkten. Sicher kein klarer Vorsprung, doch für den ETB war das Spiel damit gelaufen.

„Die Enttäuschung ist ziemlich groß. Aber wir stehen immer noch gut da“, sagte Krizanovic. Die Essener haben es noch selbst in der Hand, den Ligaverbleib zu sichern. Allerdings haben sie durch die Pleite gegen Langen den direkten Vergleich mit dem Konkurrenten verloren – das Hinspiel gewann der ETB mit 76:73. „Rückschläge sind wir gewohnt. Wir haben es oft geschafft, wieder aufzustehen und zurückzukommen“, so Krizanovic. In Heidelberg am Sonntag soll es wieder so sein.

ETB: Terdenge (21/davon 3 „Dreier“), Kepkay (19/4), Howell (15), Chones (9), Fiorentino (7/1), Obradovic (2), Bartels (2), Jovanovic.

Viertel: 20:20, 21:18, 23:20, 11:28.

Zuschauer: 1300.

„Spielfilm“: 6:3 (3.), 8:10 (7.), 14:14 (8.), 25:26 (14.), 29:34 (17.), 41:38 (Halbzeit), 52:42 (25.), 55:50 (27.), 64:64 (32.), 69:70 (34.), 73:79 (38.), 75:86 (40.).

Rulof Albert

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Kommentare
12.04.2010
13:30
Baskets müssen weiter zittern
von hsv20072008 | #5

@4
wenn die Mannschaft einigermaßen zusammenbleibt und nicht 3 neue Amerikaner eingebaut werden die womöglich erst nachwieder nach der 3. Rötation kurz vor Weihnachten `passen´ ist das genausoviel wert, wie 100.000 mehr Budget. Und wenn die Halle voll ist (egal auf welchem Weg) ist das auch für Sponsoren attraktiver. Denn wegen TV Übertragungen ( die es ja nun mal praktisch bis auf ein wenig Internet TV nicht gibt) wird niemals ein Sponsor beim ETB einsteigen. Es geht nur um die Identifikation mit den Zuschauern vor Ort - und da zählt jeder zusätzliche in der Halle!!!!

12.04.2010
12:21
Baskets müssen weiter zittern
von budapesti | #4

@hsv20072008
Wenn du nur Euro X in der Tasche hast kannst du kein Porsche kaufen wenn der Euro Y kostet!Wir werden immer gegen den Abstieg spielen besonders in der nächste Saison wenn wir wegen Parket noch weniger Geld zuverfügung haben werden.Wir hatten diese Saison einen Blinden mit der Trikot Nr.1 und ein Fehleinkauf (Anastasov).Ein paar Euro plus Wohnung und Mini o.Smart reicht nicht für wirklich gute Spieler.Aber Pro A halten ist auch nicht schlecht.Wir hatten nie 3100 ZAHLENDE Zuschauer sonder in der Pro B immer Freikarten für alle OK?

12.04.2010
07:52
Baskets müssen weiter zittern
von hsv20072008 | #3

2 Siege zum Abschluss wären doch für alle Beteiligten ( Mannschaft, Zuschauer und Sponsoren) ein tolles Zeichen. Niemand will Jahr für Jahr `nur´ den Klassenerhalt. Irgendwann sollte man auch weiter nach oben schielen dürfen. Verstärkt Euch mit 3 guten Spielern und schickt die 3 aktuellen Oberblinden nach Schalke, Herten oder Schwelm. Dann kann in der nächsten Saison auch mal nach oben geschielt werden. Und dann will ich auch wieder 3100 Zuschauer sehen und nicht 1300

12.04.2010
03:05
Baskets müssen weiter zittern
von dagewesen | #2

blöde rechnerei,
wir wollen doch gute und spannende Spiele sehen. Sonst brauchen sie doch nicht mehr antreten

11.04.2010
21:29
Baskets müssen weiter zittern
von nullacht | #1

Alles kein Problem!
Die Abstiegsängste sind ja wohl nur theoretischer Natur.
Um abzusteigen, müsste der Vorletzte LANGEN schon beide Spiele gewinnen (und der ETB beide verlieren).
Doch LANGEN spielt am nächsten Wochenende im Saarland bei den BRAVES, die Aufstiegschancen haben. Gewinnen die braven Treuen/Tapferen ihr Heimspiel, was höchst wahrscheinlich ist, kann der ETB getost den Turbo runterschrauben und braucht bloss noch antreten.
Die Ergebnisse sind dann egal; auch hohe Niederlagen (was niemand wünschen möge) können den Wohnbau-Körben nichts mehr anhaben. Der Klassenerhalb wäre dann unter Dach und Fach.

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