Baskets als Außenseiter zum Aufsteiger
01.10.2010 | 20:33 Uhr 2010-10-01T20:33:00+0200Gerade im Sport sind die Grenzen zwischen Physis und Psyche fließend. Da sind Trainer auch mal als Psychologen gefragt. So auch Igor Krizanovic. Der Kroate hatte doch ein bisschen was zu tun, um seine Wohnbau Baskets wieder aufzurichten nach dieser unglücklichen, wie unnötigen 85:88-Niederlage zum Saisonauftakt in der Zweiten Bundesliga (Pro A) gegen den BV Chemnitz.
Frustig war’s, „wir haben halt einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben“, brachte es Sebastian Schröter auf den Punkt.
Niederlagen sind das eine, deren Bedeutung das andere. Und die könnte groß sein, steht doch mit dem Auswärtsauftritt heute Abend bei den s.Oliver Baskets Würzburg ein ganz schweres Spiel auf dem Programm. Eine Woche später bei den Saar-Pfalz Braves wird es wohl auch kaum einfacher. Da hätte ein Erfolg gegen die „99ers“ aus Chemnitz gut getan, jetzt drohen dagegen drei Auftaktniederlagen. „Aber so weit sind wir noch lange nicht“, gibt sich Igor Krizanovic kämpferisch und zieht das Positive aus der Partie gegen Chemnitz heraus. „Das war über weite Strecken ein ordentlicher Auftritt. Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, gerade in entscheidenden Situationen.“
Tatsächlich deutete der ETB gegen Chemnitz an, das da eine spielfreudige Mannschaft auf dem Feld steht, die zusammenwachsen kann. „Uns hat diese Woche schon wieder ein Stück nach vorne gebracht“, so Krizanovic. Allen voran Kendall Chones, nur 48 Stunden vor seinem ersten Auftritt in Deutschland gelandet, sucht die Bindung und ist auf einer „heißen Spur“. „Er kennt die Strukturen und das Umfeld aus der vergangenen Saison. Da fallen einige Belastungsfaktoren weg, die man zu bewältigen hat wenn man komplett neu ist.“
Doch unter dem Strich bleibt: Beim Aufsteiger Würzburg ist der ETB nur Außenseiter. Die Mannschaft ist enorm verstärkt worden, Würzburg untermauerte das Vorhaben oben – hinter Bayern – mitspielen zu wollen mit einem 97:86-Sieg über die Saar-Pfalz Braves. Zwar müht man sich am Main um Sachlichkeit, doch unterstützt von erwarteten 3000 Fans werden die s.Oliver Baskets die Euphorie und den Schwung mitnehmen wollen. Wohl genau den Schwung, mit dem der ETB eigentlich gerne nach Würzburg gereist wäre. Krizanovic: „Chemnitz ist abgehakt, jetzt wollen wir auswärts gewinnen. Wir müssen uns steigern, aber dann haben wir auch eine Chance.“
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