Barta hält dem ESC die Treue

Angriffslustig: Jan Barta hat sich mit den Moskitos viel vorgenommen.
Angriffslustig: Jan Barta hat sich mit den Moskitos viel vorgenommen.
Foto: WAZ FotoPool
Jan Barta bleibt! Der Kapitän des ESC Moskitos hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert. Der Kader ist damit freilich noch nicht komplett.

Jan Barta bleibt! Der Kapitän des Eishockey-Oberligisten ESC Moskitos hat am Westbahnhof verlängert, damit hat Trainer Frank Gentges seinen Wunsch-Leitwolf für eine junge Mannschaft verpflichten können: „Jan Barta hat letzte Saison die beste seiner Karriere gespielt.“ Er sei in der Lage, dem Team die Orientierung auf dem Eis zu geben, die es brauchen wird. „Seine Weiterverpflichtung hatte bei mir oberste Priorität. Wir mussten an unsere finanzielle Schmerzgrenze gehen, aber Jan ist es wert.“

Ein mehr als vernünftiges Konzept

Für gleich zwei (!) weitere Jahre hat Barta in Essen unterschrieben, für den 30-Jährigen war dies ein wesentlicher Punkt in den Vertragsgesprächen. „Ich wollte dieses Zeichen vom Verein, nachdem die Mannschaft und ich speziell in der vergangenen Saison so viel gegeben haben.“

Die lange Laufzeit wurde ihm gewährt – Zeit in die Zukunft zu blicken. Er kenne bis jetzt nur Leon Lilik, das gibt Jan Barta unumwunden zu. „Gerade Ende der vergangenen Saison hatten wir eine tolle Mannschaft und ich hätte mir gewünscht, diese einfach nur punktuell zu verstärken.“ Der Verein hat sich anders entschieden – natürlich auch aus Kostengründen. Und so sei das neue Konzept mehr als vernünftig. Für den Kapitän sind die Moskitos nach der Insolvenz in jedem Fall ein spannendes, ein chancenreiches Projekt. Einmal mehr fällt dem 30-jährigen Stürmer eine Führungsrolle zu. Barta hofft, dass auch die jungen Spieler schnell Verantwortung übernehmen können. „Das ist vielleicht auch unser Vorteil: Wir haben eine unbekümmerte Mannschaft, in der jeder seine Rolle finden wird. Es werden sich schnell Jungs rauskristallisieren, die auch vorne weg marschieren können. Das muss auch so sein, weil wir eben so wenige sind, für die im Vorfeld eine solche Rolle bestimmt ist.“

Ein Überraschungsei

All zu weit reicht der Blick nach vorne also nicht, Barta vergleicht die Moskitos mit einem „Überraschungsei“: „Wenn das Team einmal beisammen ist und wir in die Vorbereitung starten, dann kann man sicher mehr sagen, was für eine Rolle wir spielen können. So ist es einfach noch ein bisschen früh, zumal auch die Kaderplanung noch gar nicht abgeschlossen ist.“

Apropos Kaderplanung: Vor allem gilt es für Trainer Frank Gentges und die Moskitos nun noch die beiden Kontingentstellen zu besetzen. Die Pläne sind konkret, so verriet Gentges dieser Zeitung, „dass einer der beiden Ausländer auch ein U23-Spieler sein wird“. Ein Kniff: Er wird wohl bald einen deutschen Pass bekommen, „dass lässt uns natürlich noch Optionen offen, das müssen wir abwarten“, so Gentges. Der betont: „Ich bin sehr zufrieden mit den Entwicklungen.“

Zu dieser Zufriedenheit dürfte die Vertragsverlängerung mit Jan Barta maßgeblich beigetragen haben. Verbunden damit ist aber auch eine entsprechende Erwartungshaltung an den Stürmer, der nun auch schon in sein viertes Moskitos-Jahr geht: „Das weiß er aber auch“, so Coach Gentges. „Er muss an die Leistung der vergangenen Saison anknüpfen. Bissig bleiben. Aber das ist er. Jan will mehr, das merkt man.“