Auswärtssieg! ETB gewinnt Krimi in Nürnberg

Nürnberg -
ETB 57:60 (32:36)

ETB: Alexander (19), White (12/davon 2 Dreier), Johnson (6/1), Stutz (6), Buljevic (5/1), Jost (4), Hackenesch (4), Oudendag (2), Gebhardt (2), Christen, Jahn, Klöß.
Die Viertel: 17:19, 15:17, 16:8, 9:16.
Der Spielfilm: 0:7 (3.), 8:7 (5.), 10:14 (8.), 17:19 (10.), 20:19 (11.), 24:24 (14.), 26:26 (15.), 28:31 (17.), 32:32 (19.), 32:36 (20.), 34:42 (25.), 45:42 (30.), 48:44 (30.), 48:48 (34.), 53:48 (35.), 55:54 (37.9, 57:56 (39.), 57:58 (39.), 57:60 (40.).

Wahnsinn: Die ETB Wohnbau Baskets haben die Tür zum Playoff-Halbfinale ein Stückchen aufgestoßen, die Essener feierten am Freitagabend im dritten Viertelfinal-Spiel bei rent4office Nürnberg einen hauchdünnen 60:57-Erfolg und liegen in der Serie „Best of five“ nun mit 2:1 vorne. Am Rande bemerkt: Es war der erste Sieg auf fremdem Parkett in 2015 überhaupt – man darf sagen: Keinen Moment zu früh.

Essener haben immer eine Antwort

Hand aufs Herz: Wer hätte mit einem solchen Comeback nach dem desolaten ersten Viertelfinale gerechnet? 59:87 hieß es noch am Karsamstag, der Sieg am Ostermontag durfte schon als ganz vortreffliche Reaktion auf diese Blamage gewertet werden. Nun setzte der ETB tatsächlich noch einen drauf.

Es hatten nicht wenige „Experten“ eine enge Playoff-Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Mannschaften vorausgesehen. Das 1:1 nach den ersten beiden Viertelfinal-Duellen hatte diese Vermutung bestätigt, Partie Nummer drei lieferte den nächsten Beweis. Es war ein ausgeglichenes Spiel, den 7:0-Lauf der Wohnbau Baskets gleich zu Beginn konterte Nürnberg mit acht Punkten in Folge. Dann gestatteten beide Teams lange Zeit dem jeweils anderen auch nicht den kleinsten Versuch, auszubüchsen. Ein Vier-Punkte-Vorsprung zur Pause zu Gunsten der Essener war in diesem Zusammenhang schon „komfortabel“ zu nennen (36:32) – doch das war diese Führung natürlich nicht.

Zumal sich das Team im dritten Abschnitt schwache fünf Minuten leistete, zwar bis zur 35. Minute das Ergebnis auf 42:34 hochschrauben durfte, bis zum Ende des Viertels aber nur noch zu zwei Pünktchen kam. Nürnberg nutzte diese Phase, fing die Schwarz-Weißen ein und lag vor dem vierten Viertel selbst vorne (48:44).

Doch der ETB biss sich zurück in die Partie. Überließ den Franken diesmal nicht das Momentum, hatte immer eine Antwort, weil das Team vor allem mal wieder in der Defense überzeugte. „Wir hatten bis auf die Phase im dritten Viertel das Spiel unter Kontrolle“, so ETB-Trainer Igor Krizanovic ganz ruhig. „Und am Ende diesmal das Glück des Tüchtigen.“

Die Tür zum Halbfinale ist ein Stückchen offen, auf der Rückfahrt nach Essen war dieser Traum erlaubt. Doch der Weg in die Runde der letzten vier Teams wird beschwerlich werden, der ETB wird sich am Sonntag um 17 Uhr in der heimischen Halle am Hallo auf ein heißes Tänzchen gefasst machen müssen. „Spiel drei ist vorbei, wir haben uns in der Kabine sofort auf Sonntag eingestimmt“, so Krizanovic. Das Team scheint gerüstet.