Auswärts geht nichts

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Jena -
ETB 85:74 (49:46)

ETB: Alexander (22/davon 4 Dreier), Johnson (17/2), Buljevic (14/4), Hackenesch (9), Jost (5/1), Stutz (4), White (3/1), Oudendag, Klöß, Gebhardt, Bartels, Baudinet.
Die Viertel: 23:20, 26:26, 23:10, 13:18. Der Spielfilm: 6:2 (5.), 11:13 (7.), 23:17 (9.), 23:25 (12.), 31:25 (14.), 37:28 (16.), 41:41 (18.), 49:46 (20.), 51:49 (22.), 68:52 (27.), 72:54 (30.), 75:60 (32.), 77:69 (37.), 81:72 (40.), 85:74 (40.).

Auswärts ist einfach der Wurm drin: Auch in Jena musste sich Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB geschlagen geben, die Essener zogen mit dem 74:85 gegen Science City auch im Hinblick auf den direkten Vergleich den Kürzeren. „Wir schaffen es auswärts im Moment nicht, defensiv und offensiv gut zu spielen“, analysierte Razvan Munteanu. Der Co-Trainer hatte Head-Coach Igor Krizanovic in Jena vertreten, der verhindert war. „Dass Igor vielleicht nicht kann, stand ein paar Tage vorher im Raum, entsprechend haben wir uns vorbereitet“, so Munteanu. „Ich denke, wir haben das sehr gut hinbekommen. Für mich war es eine tolle Erfahrung, ich arbeite als Co-Trainer auf solche Situationen hin, dass ich bereit bin. Trotzdem überdeckt diese Niederlage natürlich alles.“

Schwache Zweier-Quote

In Thüringen hatten sich die Wohnbau Baskets schwer getan gegen eine gute Verteidigung der Gastgeber, auch die körperlichen Vorteile in der Zone vermochte der ETB nicht auszuspielen. Und so stand am Ende eine ganz schwache Zweier-Quote von nur 37 Prozent – Plan B, den letzten Pass nach außen zu geben und es aus der Ferne zu versuchen, funktionierte nicht gut genug, um dieses Spiel zu retten (Dreier-Quote: 42 Prozent). Gerade nach der Pause hatte der ETB keine Lösungen mehr gefunden, Science City setzte sich ab. „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie sich im vierten Viertel zurück gekämpft hat“, sagte Munteanu.

Es hätte fast noch für die Wende gereicht: Die Chance hatten sich die Schwarz-Weißen im letzten Spielabschnitt erarbeitet, doch dann holte der ETB die offensiven Rebounds nicht mehr. Am Ende stand eine Niederlage mit elf Punkten dem 103:98-Erfolg aus dem Hinspiel gegenüber – der direkte Vergleich futsch, kein guter Samstagabend für die Schwarz-Weißen. „Die Mannschaft ist in sich stabil, wichtige Jungs kommen zurück“, blickt Razvan Munteanu optimistisch in die Zukunft. „Wir werden auch auswärts wieder Spiele gewinnen.“ Ob das am Sonntag gleich der Fall sein wird? Dann geht es für den ETB zum Spitzenreiter Würzburg. Zuvor steht am Freitag das Heimspiel gegen Cuxhaven an (20 Uhr, Hallo).