Assindia Cardinals: Endstation Dresden
05.09.2010 | 21:04 Uhr 2010-09-05T21:04:00+0200
Assindia Cardinals
– Dresden Monarchs
17:24
Die Erstliga-Footballer der Assindia Cardinals haben die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft um Haaresbreite verpasst. Am letzten Spieltag der regulären Saison unterlagen die Essener den Dresden Monarchs im direkten Duell um den Playoff-Einzug mit 17:24.
Damit mussten die „Men In Blue“ auch in der Abschlusstabelle den Gästen den Vortritt lassen.
„Wir haben alles gegeben und versucht, doch am Ende hat es leider nicht ganz gereicht. Natürlich ist es bitter, wenn man am letzten Spieltag die Playoffs verpasst, aber insgesamt haben wir eine gute Saison gespielt“, erklärte Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler, nachdem er die Schlussphase des nervenaufreibenden Spiels verarbeitet hatte.
Nach einem verheißungsvollem Auftakt und einer 10:0-Führung für die Essener, drehte Dresden das Ergebniss im zweiten Viertel binnen vier Minuten in einen 14:10-Vorsprung für die Gäste. Und als Jan Hilgenfeldt die Monarchs sogar auf 21:10 nach vorne brachte, schienen die Cardinals geschlagen.
Mit aller Macht stämmten sich die Hausherren jedoch gegen das Aus im Playoff-Rennen, und sie kamen durch Martin Falkowski zum 17:21. Schon kurz danach hätten die „Men In Blue“ sogar wieder in Führung gehen können, doch Sebastian Marquard verlor das Leder-Ei ganz knapp vor der gegnerischen Endzone.
So bauten die Dresdner ihren Vorsprung drei Minuten vor dem Ende mit einem Fieldgoal auf 24:17 aus. Die Entscheidung bedeutete das allerdings noch nicht, da die Cardinals 28 Sekunden vor Schluss noch einmal die Chance zum Touchdown hatten. Doch bevor Lenni Gödde den Football nach einem Pass von Quarterback Ben Widmyer fangen konnte, hatte das Spielgerät bereits den Boden berührt - Aus, vorbei, verloren.
„Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Dresden besitzt eine ohnehin schon starke Mannschaft und hat sich unter der Saison noch mit einigen Amerikanern verstärkt. Das hat letztlich den Ausschlag gegeben“, befand Wilfried Ziegler.
Ein wenig Trost erhielten die Essener trotz der Niederlage aus Berlin. Denn weil die Rebels das Stadtduell der Hauptstadt gegen die Adler mit 24:28 verloren, beenden die Cardinals die Saison auf Rang fünf. Und so konnten sie zumindest die Abstiegsrelegation vermeiden. „Damit haben wir unser Minimalziel erreicht. Wir werden die Saison nun abschließend analysieren und dann den Weg für die Zukunft festlegen“, erklärte Wilfried Ziegler sachlich nach dem Aus. Doch die Trauer, dass es nicht ganz zur zweiten Playoff-Teilnahme in Serie gelangt hat, war den Essenern deutlich anzusehen.
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