An Schrauben gedreht

Günther Oberholz, Präsident des FC Kray.
Günther Oberholz, Präsident des FC Kray.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Beim FC Kray startet man mit großem Mut in die Restrunde. Samstag kommt Siegen zum Uhlenkrug.

Abstiegskampf pur – das ist das Motto der kommenden Wochen und Monate für Fußball-Regionalligist FC Kray. An diesem Samstag startet die Liga in die Restrunde: Die Essener durften am rettenden Ufer überwintern – diesen Platz zu verteidigen, das wird die schwere Aufgabe sein.

Los geht es gleich mit den richtungsweisenden Spielen gegen die Kellerkinder Siegen, Wattenscheid und Hennef. An diesem Samstag um 14 Uhr kommen die Sportfreunde zum Uhlenkrug. Ja, zum Uhlenkrug: Die Partie wurde nicht – wie von der Klubführung erhofft – an die heimische Buderusstraße verlegt, bei Günther Oberholz, erster Vorsitzender des Klubs, stößt diese Entscheidung auf Unverständnis. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass aufgrund der Partie von RWE in Aachen und den Signalen aus Siegen, die eigene Mannschaft werde wohl nur von wenigen Fans ins Ruhrgebiet begleitet, eine Verlegung in die KrayArena möglich sein würde.“ Bei der Polizei geht man aber wohl von einem deutlich größeren Fanaufkommen aus.

Zurück zum Sportlichen: Da hellt sich die Miene von „Boss“ Oberholz dann doch auf. In der Winterpause hat man in Kray den Kader punktuell verstärkt, Ersan Kusakci und Benjamin Wingerter sollen den Reihen weitere Kompaktheit und Geschlossenheit geben, Samuel-Marian Limbasan soll die Ladehemmungen im Sturm beheben. „Wir wollten unsere Mannschaft der Hinrunde, der wir voll und ganz vertrauen, nicht durcheinander wirbeln“, so der erste Vorsitzende. „Es galt, an Schrauben zu drehen. Dass uns dies unter anderem mit zwei Jungs von Rot-Weiss Essen gelungen ist, kann nur positiv sein. Es stärkt auch für das Team des FC Kray die Verbundenheit zur Stadt und zum Verein.“ Günther Oberholz blickt daher optimistisch in die Zukunft: „Wir sind besser aufgestellt, als in unserem ersten Regionalliga-Jahr. Ich erwarte daher schon, dass wir bessere Ergebnisse holen. Ob es am Ende reicht, wird man sehen. Es wird bis zum Schluss ein harter Kampf werden.“

Beide Teams mit großer Hoffnung

Den man auch gegen Siegen mit großer Hoffnung angeht. Michael Boris, der nach seinem Engagement in Lotte wieder zurück bei seinem alten Klub auf der Trainerbank sitzt, will in Kray den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen verkürzen. „Wir bekommen die Gelegenheit, den Rückstand auf einen direkten Konkurrenten aus eigener Kraft zu verkürzen“, so der Siegener Coach. „Wenn wir uns vom Tabellenende lösen wollen, müssen wir solche Partien gewinnen.“