Am Uhlenkrug wurde nicht gerüttelt

Ein Idyll: Das Stadion am Uhlenkrug. Der Rasen dort war am Wochenende allerdings nicht bespielbar.
Ein Idyll: Das Stadion am Uhlenkrug. Der Rasen dort war am Wochenende allerdings nicht bespielbar.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Ausfall der Fußball-Regionalliga-Partie zwischen dem FC Kray und den Sportfreunden Siegen hat für schlechte Laune gesorgt – bei beiden Klubs. Schiedsrichter Mario Heller hatte die Begegnung wegen Unbespielbarkeit des Platzes keine 60 Minuten vor dem geplanten Anpfiff abgesagt.

Der Ausfall der Fußball-Regionalliga-Partie zwischen dem FC Kray und den Sportfreunden Siegen hat für schlechte Laune gesorgt – bei beiden Klubs. Schiedsrichter Mario Heller hatte die Begegnung wegen Unbespielbarkeit des Platzes keine 60 Minuten vor dem geplanten Anpfiff abgesagt. Siegen musste nach langer Anfahrt unverrichteter Dinge wieder abreisen, die Krayer hatten einen aufwendigen Umzug zum Uhlenkrug organisiert – und dies völlig umsonst. Warum bei konstanter Witterung in den Tagen zuvor unter Einbeziehung der aktuellen Wettervorhersage das Spiel nicht deutlich früher verlegt wurde, ist die große Frage. Offensichtlich war auf eine Platzbegehung durch eine Kommission verzichtet worden, der städtische Platzwart hatte den Rasen für bespielbar erklärt.

Spielabsage jederzeit möglich

Mario Heller war da anderer Meinung – und hatte natürlich das Recht, das Spiel auch so kurz vor dem Anpfiff abzusagen: Laut den Richtlinien des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes für die Beurteilung über die Bespielbarkeit von Sportplätzen hat der Unparteiische das Recht, „unter dem Gesichtspunkt einer akuten Gefährdung der Gesundheit der Spieler ein angesetztes Spiel jederzeit absagen zu können“.

Schon die Ansetzung im ETB-Stadion hatte im Vorfeld für Ärger gesorgt: Der FCK hatte auf eine Verlegung in die KrayArena gehofft, nachdem Siegen die kolportierte Zahl von bis zu 300 Fans bestritten und bestätigt hatte, dass nur wenige Anhänger das Team nach Essen begleiten würden. Daraufhin habe der FCK das Gespräch mit der Essener Polizei gesucht, „die an der Austragung am Uhlenkrug aber nicht mehr rütteln wollte“, so Krayer Vereinskreise gegenüber dieser Zeitung. Auf dem Kunstrasen der KrayArena hätte die Partie wohl stattfinden können. Auf eine schriftliche Nachfrage dieser Zeitung an die Polizei gab es bislang noch keine Antwort.

Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, wahrscheinlich ist ein Termin unter der Woche. Spannend wird sein, ob die Krayer ihr Heimspiel in diesem Fall an der Buderusstraße ausrichten dürfen. Mit größerem Fanaufkommen ist kaum zu rechnen – es hatte sich ja schon am Samstag in engen Grenzen gehalten.