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Allstar Paul Paefgen versucht’s gegen Tusem noch mal am Freitag

17.01.2013 | 20:51 Uhr
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Allstar Paul Paefgen versucht’s gegen Tusem noch mal am Freitag
Paul Paefgen, Torwart bei den AllbauAllstarsFoto: Michael Gohl

Tusem-Rechtsaußen Ole Rahmel setzt zu einem seiner kunstvollen Drehwürfe an. „Ich habe eine ungewohnte Bewegung gemacht, um den Ball abzuwehren“, erinnert sich Paul Paefgen genau an die Szene im Benefizspiel gegen den Tusem vor gut einem Jahr.

Zehn Minuten waren gerade gespielt. Für den 25-jährigen Handball-Torwart des Landesligisten Grün-Weiß Werden war der Einsatz zwischen den Pfosten der AllbauAllstars abrupt beendet. Die Kniescheibe sprang heraus. Der Meniskus wurde auch in Mitleidenschaft gezogen. „Dass ich nicht operiert werden musste, war das einzig Gute“, sagt der 1,96 Meter große Keeper. Es war die bis dahin schwerste Verletzung des 25-Jährigen, der beim TV Korschenbroich das Handballspiel erlernte. Ein halbes Jahr musste er pausieren, bis er wieder zwischen die Pfosten der Werdener gehen konnte.

„So konnte ich ja nicht in Erinnerung bleiben“, erzählt Paul Paefgen, der in Düsseldorf wohnt und bei einem Monheimer Software-Unternehmen kurz vor dem Ende der Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann steht. Zum zweiten Vergleich „Tusem gegen AllbauAllstars“, an diesem Freitag um 20.15 Uhr auf der Margarethenhöhe, schlugen die Grün-Weißen ihren Keeper, der auch eine Jugendmannschaft der Werdener trainiert, wieder vor. Und er wurde erneut in die Allstars berufen. „Darüber habe ich mich sehr gefreut. Mein Ziel ist es, 20 Minuten zu spielen, damit ich mindestens eine halbe Stunde voll mache“, flachst Paul Paefgen. „Gegen einen Bundesligisten spielt man ja nicht alle Tage – zumindest ich nicht. Da kann man seinen Enkeln noch von erzählen.“

Spiele gegen den Tusem kennt der 25-Jährige bereits – sogar Meisterschaftsspiele. In der A-Jugend-Oberliga lieferte er sich mit Korschenbroich einige hitzige Duelle mit dem Tusem. Einem Spieler aus dem aktuellen Essener Bundesligakader ist dem 25-Jährigen ebenfalls noch aus gemeinsamen Korschenbroicher Zeiten in Erinnerung geblieben: David Breuer. Auf das Wiedersehen mit dem flinken, trickreichen Linkshänder und Strafwurf-Spezialisten freut er sich besonders. Vielleicht kommt es ja sogar zum direkten Vergleich vom Siebenmeterpunkt. „Gegen seine Würfe hat man so gut wie keine Chance. Wenn ich einen halten würde, könnte ich mich eigentlich gleich auswechseln lassen.“

Tusem-Bundesligaspiele verfolgt Paul Paefgen im (Internet-)Fernsehen. Die knapp bemessene Freizeit verbringt er am Wochenende lieber mit seiner Freundin, einer Handballerin der SG Ratingen.

Die Vorfreude auf das Benefizspiel bleibt davon natürlich unberührt. Dass die Allstars wie 2012 eine deutliche Niederlage kassieren werden, ist wahrscheinlich. Macht aber nichts. „Hauptsache wir haben Spaß. Ich hoffe auf ein volles Haus auf der Maggi-Höhe“, sagt Paul Paefgen.„Und darauf, dass sich niemand verletzt.“

Dietmar Mauer

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