30:27 – Tusem hält Hildesheim auf Distanz

Tusem-Kapitän Paul Trodler (l.) und Michael Hegemann (r.) kümmern sich in dieser Szene gemeinsam um den Hildesheimer Kreisläufer Frederic Stüber.
Tusem-Kapitän Paul Trodler (l.) und Michael Hegemann (r.) kümmern sich in dieser Szene gemeinsam um den Hildesheimer Kreisläufer Frederic Stüber.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Handball-Zweitligist Tusem fuhr am Freitagabend zwei wichtige Punkte ein. Die Essener besiegten den Tabellenachtzehnten Hildesheim mit 30:27.

Tusem -
Eintracht Hildesheim 30:27 (15:12)

Tusem: Donderis Vega; Bliß; Ellwanger (2), Schlüter, Keller (6), Hegemann (5), Hansen, Seidel (9/1), Lindt (5), Hornyak, Szczesny (2), Ridder (1), Trodler, Mürköster.
Hildesheim: Wetzel, Kinzel; Struck (3), Nikolov (2), Stüber, Simon (10/4), Zechel (3), Lungela (3), Zufelde, Herbold (5), Gülzow, von Hermanni (1), Savvas.
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro (Kamp-Lintfort/Diepholz); Zuschauer: 1836.
Strafminuten: 12 – 10.
Siebenmeter: 3/1 – 5/4.
„Spielfilm“: 2:0 (2.), 7:2 (7.), 11:6 (18.), 13:7 (20.), 15:9 (28.), 15:12 (Halbzeit), 19:14 (34.), 20:16 (39.), 23:20 (44.), 23:23 (47.), 25:24 (51.).28:24 (57.), 30:26 (60.).

Es bleibt dabei: Heimspiele sind die Sache des Handball-Zweitligisten Tusem. Am Freitagabend blieben die Essener am Hallo zum neunten Mal in Folge ohne Niederlage und holten gegen den Abstiegskonkurrenten Hildesheim zwei wichtige Punkte. Nach sechzig Minuten am Hallo war schnell vergessen, dass der Tusem die Nerven seiner zahlreich erschienenen Fans strapaziert hatte.

Dabei begann alles wie in einem Traum. Die Essener nahmen nicht einen Moment darauf Rücksicht, dass die Hildesheimer stark ersatzgeschwächt antreten mussten. Warum auch? Ein glänzend aufgelegter Torwart Sebastian Bliß sowie eine gut arbeitende Abwehr ließen die Gäste erst gar nicht ins Spiel kommen.

7:2 nach zehn Minuten

Das, was Tusem-Trainer Mark Dragunski eigentlich nicht für möglich gehalten hatte, trat ein: Seine Mannschaft hielt die Gäste gleich auf Distanz. Sebastian Bliß hatte nicht nur zwischen den Pfosten starke Aktionen, sondern erwies sich mit genauen Pässen auch als patenter Vorbereiter für Gegenstöße, wovon vor allen Dingen Linksaußen Lasse Seidel profitierte. Gerade einmal zehn Minuten waren gespielt, da führte der Tusem 7:2. Die Essener Handball-Welt war im Lot. Und sie sollte es auch lange bleiben. Mark Dragunski würdigte die grüne Karte, mit der im Handball eine Auszeit beantragt wird, lange Zeit keines Blickes. Und dann zog er sie doch noch vor der Pause. als sich im Spiel seiner Mannschaft zusehends kleine Fehler einschlichen. Viel half es nicht. Hildesheim kam von 9:15 bis zum Pausenpfiff auf 12:15 heran. Sehr zur Freude der Handvoll Eintracht-Fans, die sich nun zaghaft zu Wort meldete. Und die mitgereisten Niedersachsen sollten noch mehr Spaß bekommen. Mit einer doppelten Manndeckung versuchte ihre Mannschaft auf dem Feld nämlich, den Essenern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Schrittweise kamen die Gäste, die in dem quirligen Andreas Simon ihren überragenden Spieler hatten, heran und glichen 13 Minuten vor dem Abpfiff aus.

Dreierpack

Mehr war aber nicht drin. Die Essener schüttelten sich einmal kräftig. Michael Hegemann, der bereits in der ersten Halbzeit mit zwei Zeitstrafen belastet war, Simon Keller und Jonas Ellwanger führten den Tusem mit ihrem „Dreierpack“ zum 28:24 wieder in ruhigeres Fahrwasser – und zu zwei wichtigen Punkten.