2500 Marathonis am Start
09.10.2009 | 19:28 Uhr 2009-10-09T19:28:00+0200
Am Sonntagmorgen plant auch der Essener Ironman Max Longreé eine Trainingseinheit.
Am Freitagabend ist Cheforganisator Gerd Zachäus auf die Zielgerade eingebogen. Nein, nicht wirklich. Mit seinem Team vom Tusem und den vielen ehrenamtlichen Helfern hat er am Baldeneysee alles vorbereitet für das große Marathon-Wochenende. Am Sonntag um 10 Uhr werden sich rund 2500 Marathonis von der Freiherr-vom-Stein-Straße aus auf die 42,195 Kilometer rund um den Baldeneysee begeben. Der Samstag ist dem Walking- und Nordic-Walking-Wettbewerb vorbehalten, zu dem es 500 Voranmeldungen gegeben hat. „Das ist gutes Vorjahresniveau”, meinte Zachäus zufrieden. (Start: 13.30/13.45 Uhr).
Der RWE-Marathon hat Tradition und sich bis heute gegen die gesponserte Konkurrenz durchsetzen können. Vor allem ambitionierte Freizeitläufer sind im Essener Süden anzutreffen. Internationale Spitzenzeiten wird es auch morgen nicht geben. Dennoch laufen ab und an deutsche Top-Athleten in Essen auf. Beim RWE-Marathon können sie sich in die Siegerliste eintragen, was ihnen bei den City-Läufen, die zumeist mit afrikanischen Assen besetzt sind, nicht vergönnt ist.
Dass diese Perspektive ihren Reiz hat, zeigt das Beispiel Silvia Krull. Die 31-Jährige von der LG Lage Detmold gewann im Vorjahr in 2:38:21 Stunden und verbesserte dabei ihre persönliche Bestzeit erheblich. Sie wird auch morgen starten und erneut favorisiert sein.
Ebenfalls das zweite Mal am See ist Manuel Meyer (Wattenscheid). Im Vorjahr wurde er Zweiter und zählt neben Dennis Pyka (Regensburg) erneut zu den Favoriten.
Möglicherweise dürfen sich die Zuschauer auch auf einen bekannten Lokalmatadoren freuen. Triathlet Max Longre´e wollte eigentlich an diesem Wochenende beim Ironman auf Hawaii starten, doch wegen einer Mittelohrentzündung während der Vorbereitung musste der „Eisenmann” den Start dort absagen. Baldeneysee statt Pazifik also.
„In den vergangenen Jahren bin ich immer zu diesem Termin auf Hawaii gewesen. Eventuell werde ich diesmal die Chance nutzen und nachmelden.” Allerdings würden es Longre´e und sein älterer Bruder Sebastian mehr als Trainingseinheit sehen. Wohl dem, der so viel Luft besitzt.
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