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24:25 – Tusem geht in Nordhorn leer aus

21.02.2016 | 20:13 Uhr
24:25 – Tusem geht in Nordhorn leer aus
Foto: Michael Gohl

Spiele zwischen Nordhorn und Tusem haben es seit jeher in sich, werden selten vorzeitig entschieden. Das war am Sonntag beim Nordhorner 25:24-Sieg nicht anders.

HSG Nordhorn-Lingen -
Tusem 25:24 (10:13)

Nordhorn: Buhrmester, Bartels; Heiny (5), Schumann, Miedema (4), Meyer, Rooba (6/6), Terwolbeck (1), de Boer (4), Bergmann, Wiese (5), Madsen.
Tusem: Bliß, Donderis Vegas; Beyer, Ellwanger, Schlüter, Schmetz (1/1), Hegemann (3/2), Hahn (3), Schetters (3), Ridder (9), Trodler (1), Mürköster, Pohle (4).
Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro; Zuschauer: 2461.
Strafminuten: Nordhorn-Lingen 4 – Tusem 10
Siebenmeter: Nordhorn-Lingen 7/6 – Tusem 4/3.
„Spielfilm“: 1:0 (3.), 1:2 (7.), 3:2 (8.), 7:5 (14.), 7:8 (17.), 8:8 (18.), 8:13 (28.), 10:13 (Halbzeit), 12:13 (35.), 12:14 (36.), 14:14 (37.), 16:15 (41.), 19:17 (45.), 19:19 (50.), 23:21 (56.), 23:23 (57.), 24:24 (59.), 25:24 (60.).

Das Euregium in Nordhorn war in der Vergangenheit selten ein gutes Pflaster für die Tusem-Handballer. Bei den letzten elf Auftritten in Niedersachsen – Erst- und Zweitligazeiten zusammengerechnet – traten die Essener nur dreimal als Sieger die Heimreise an. Das sagt aber nichts über die Spannung, die bei den Aufeinandertreffen herrschte, dass der Ausgang meist bis zur letzten Spielminute offen war. Das war auch am gestrigen Sonntag nicht anders. Die Personallage der Essener hatte sich gegenüber dem souveränen 31:24-Heimsieg über die HG Saarlouis am Freitag (wir berichteten) nur unwesentlich verändert. Nur der Routinier Mark Schmetz, der gegen die Saarländer wegen seiner Trainertätigkeit beim Ehrendivisionär Kras Volendam fehlte, war wieder mit dabei.

Der Erfolg über Saarloius hatte sichtlich Spuren beim Tusem hinterlassen, Spuren im positiven Sinne, denn die Essener, bei denen Carsten Ridder mit neun Treffern bester Torschütze war, hielten von Beginn an gut dagegen. Bis zum 8:8 (18.) war es eine Partie auf Augenhöhe. Dann machte die Tusem-Abwehr dicht, blieb zehn Minuten ohne Gegentor. Den Nordhornern unter den 2461 Zuschauern schwante beim zwischenzeitlichen 8:13 nichts Gutes. Das 10:13 zur Halbzeit konnte kaum mehr Optimismus verbreiten.

„Nach der Pause kamen die Nordhorner im Angriff besser zurecht und wir taten uns zusehends gegen die 6:0-Abwehr schwer“, nennt Tusem-Routinier Michael Hegemann die Gründe, warum es wieder ein typisches Spiel Nordhorn-Tusem mit lange offenen Ausgang wurde. Erst Nordhorns Kreisläufer Luca de Boer zerstörte 21 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 25:24 endgültig die Essener Hoffnungen.

„Ein Remis wäre gerecht gewesen. Um ein Auswärtsspiel zu gewinnen, muss man seine Chancen besser nutzen. Wir haben ein paar Freie liegen lassen. Trotzdem war es ein gutes Spiel von uns, schade nur, dass es nicht belohnt wurde“, bedauerte Hegemann.

Das ungeschriebene Gesetz, dass Essener Auftritte in Nordhorn es in sich haben, hielt auch gestern. Dass die Essener meist ohne Punkte die Heimreise antreten müssen, bestätigte sich hingegen am frühen Sonntagabend auch zum wiederholten Male.

Dietmar Mauer

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24:25 – Tusem geht in Nordhorn leer aus
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2016-02-21 20:13
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