Essen
12.02.2012 | 20:58 Uhr 2012-02-12T20:58:00+0100
DHfK Leipzig -
Tusem29:26 (11:12)
Leipzig: Galia, Krechel; Müller, Dietzmann (2), Streitenberger (2/2), Wolf, Baumgärtel (4), Oehlrich (1), Binder, Boese (5), Jacob (5), Wagner, Riehn, Seitle (10).
Tusem: Kulhanek, Bliß; Krüger (1), Kühn, Pöter (2), Trodler, Pieczkowski (5), Seidel (2), Lindt (2/2), Rahmel (9/1), Ciupinski, Prokopec (2), Kropp (3/1).
Schiedsrichter: Porebska/Schween (Lychen/Lychen); Zuschauer: 1385.
Zeitstrafen: Leipzig – Tusem.
Rote Karte: Pöter (Tusem/60./dritte Zeitstrafe)
Siebenmeter: Leipzig 2/2 – Tusem 7/4.
„Spielfilm“: 1:0 (2.), 3:0 (5.), 3:1 (7.), 6:3 (12.), 8:5 (19.), 8:9 (22.), 9:12 (27.), 11:12 (Halbzeit), 15:17 (41.), 18:18 (43.), 22:19 (47.), 25:22 (55.), 27:25 (58.), 29:26 (60.).
Das Ende der Hinrunde und der Beginn der Rückrunde scheinen dem Handball-Zweitligisten Tusem nicht zu liegen. Der Osten Deutschlands auch nicht. Nach der Niederlage in Schwerin vor einer Woche mussten Trainer Maik Handschke und sein Team auch gestern die Heimreise mit leeren Händen antreten. Durch das 26:29 beim SC DHfK Leipzig rutschten die Essener hinter Erlangen auf den vierten Platz.
Der Tusem fand nur schwer in das Spiel beim Tabellensiebten Leipzig, verharrte zunächst fast in den Startblöcken. Erst nach sechseinhalb Minuten kamen die Essener zu ihrem ersten Treffer. Die Sachsen hatten Tusem-Torwart Jan Kulhanek bis dahin immerhin schon dreimal überwunden. Die Tusem-Spieler leisteten sich ungewohnt viele technische Fehler. Die Leipziger waren allerdings in dieser Beziehung auch nicht ohne Makel. So bekamen die 1385 Zuschauer nicht gerade viele Tore zu sehen. Und doch schien der Tusem im letzten Drittel die Kurve zu kriegen. Ole Rahmel sorgte mit dem 8:9 für die erste Führung (22.). Fünf Minuten später leuchtete gar ein 12:9 aus Essener Sicht auf der Anzeigetafel. In ruhigeres Fahrwasser waren die Essener damit aber nicht geraten. „Wir hatten das vor dem Spiel besprochen, zu spielen und den freien Nebenmann zu suchen. An die taktische Marschroute wurde sich aber nicht durchgehend gehalten. Nach zwei guten Angriffen, kam dann immer wieder einer, der meinte, er müsse es mit einer Einzelaktion versuchen“, mäkelte Maik Handschke. Und das, so der Tusem-Trainer, betreffe fast jeden seiner Rückraumspieler. Hinzu komme, „dass noch viele Bälle frei verworfen wurden“.
Der Tabellenzweite TV Neuhausen dürfte sich über den Leipziger Sieg sehr gefreut haben. Nicht aus Schadenfreude, sondern über die Leistung von Philipp Seitle. Der 26-Jährige der zehn Feldtore gegen Tusem erzielte, wechselt nämlich in der kommenden Saison von Sachsen ins Schwabenland.
Am kommenden Sonntag kommt die HG Saarlouis in den Sportpark am Hallo. Es ist ein Verfolgerduell, denn die Saarländer sitzen dem Tusem mit einem Minuspunkt mehr direkt im Nacken.
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