Zwei angeschlagene Spieler, aber mit viel Zuversicht ins Saisonfinale

Platzwunde am Auge: Adrian Kaftan
Platzwunde am Auge: Adrian Kaftan
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Ennepetal..  Es war schon etwas ganz Großes, als der Fußball-Nachwuchs des TuS Ennepetal beim Turnier um den Spax-Cup dabei war – und dabei zweimal fast gewonnen und einen Treffer aus dem Spiel heraus erzielt hat. Doch für die A-Junioren um die Trainer Marko Sadowski und Abdulah El Youbari kann der kommenden Sonntag, der 31. Mai 2015, zu einer Art historisches Datum werden. Die Mannschaft beendet an dem Tag die Saison in der Bezirksliga, kann Meister werden und damit in die Landesliga aufsteigen.

Es wäre eine Rückkehr in diese Liga nach nur einem Jahr. „Damit hätte man auch diesen Betriebsunfall wett gemacht“, sagt Marc Schulte während des Spax-Turnier. Überhaupt herrscht eine große Zuversicht, dass das Gastspiel beim TuS Erndtebrück (Sonntag, 11 Uhr, Beierbach Arena Benfe, Beiersbachs Rücken, 57339 Erndtebrück) positiv ausgeht, dass mit einem Sieg der Spitzenreiter Spitzenreiter bleibt, dass Ennepetal sich so die Meisterschaft holt und den Gang nach oben in die Landesliga antreten kann.

Schwung mitnehmen

„Ich denke und hoffe, dass wir den Schwung des Turniers mit in dieses Spiel nehmen werden“, sagte Sadowski. Und Keeper Aron Kuhlmann ist ähnlicher Meinung, wenngleich er dies nicht ganz so diplomatisch ausdrückt: „Das schaffen wir. Wir gewinnen und steigen auf“, hat er euphorisch im Interview während des Pfingstturniers aus seiner Überzeugung keinen Hehl gemacht.

Trainer zurückhaltender

Die Trainer sind allerdings auch zurückhaltender, weil sie nicht absehen können, ob beziehungsweise wie sich die Verletzungen aus dem Turnier bemerkbar machen werden. David Riedel hat sich eine Verletzung am Innenband zugezogen. Er lief ab dem zweiten Turniertag an Krücken durch die Gegend. Sehr fraglich ist, ob er am Sonntag spielen kann. Dazu hat sich Adrian Kaftan am Auge verletzt. Genauer: nach einem Kopfballduell im Spiel um den siebten Platz gegen Hannover hat er sich eine Platzwunde an einer Augenbraue zugezogen. Viel Blut, ein geschwollenes Auge, die Schwellung behandelte er mit einem Eispaket, waren die Folge. Auch hier ist nicht wirklich klar, ob ein Einsatz möglich sein wird.

Einen Punkt Vorsprung

Klar ist aber, dass der TuS Ennepetal mit großem Selbstbewusstsein die Reise ins Siegerland antritt. Bei einem Zähler Vorsprung auf den zweiten RW Hünsborn haben es die Klutertstädter in der eigenen Hand, Meisterschaft und Aufstieg perfekt zu machen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Hünsborn muss gewinnen

Im Hinspiel hatten die Ennepetaler mit 2:1 (0:0) die Oberhand gegen Erndtebrück behalten. Flemming Monse und Tarek Attar hatten zum Sieg getroffen. Hünsborn muss zeitgleich beim FC Borussia Dröschede antreten. Die Sauerländer müssen gewinnen, um überhaupt eine Chance – mit fremder Hilfe – auf die Meisterschaft zu haben. Das Hinspiel hatte Hünsborn übrigens mit 3:0 (2:0) gewonnen.