Ziel Klassenerhalt mehr als erreicht

FSV-Trainer Sadat Dautovic
FSV-Trainer Sadat Dautovic
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Gevelsberg..  Mit dem neunten Tabellenplatz hat Fußball-Bezirksligist FSV Gevelsberg die Saison abgeschlossen. Nach dem Sturz bis auf den letzten Tabellenplatz vom dritten bis zum sechsten Spieltag also ein beachtliches Abschneiden. Erst am 18. Spieltag verließ die Mannschaft von Trainer Sadat Dautovic die Abstiegsränge, die Tendenz zeigte nach oben. Wir sprachen mit dem Coach über sein erstes Jahr im Stefansbachtal.

Wie sieht ihre sportliche Bilanz aus?

Sadat Dautovic: Unser Ziel für die abgelaufene Saison war der Klassenverbleib. Das haben wir geschafft. Dass wir am Ende noch einen einstelligen Tabellenplatz erreicht haben, war ein Bonus, den wir uns mit einer immer besser gewordenen Einstellung verdient haben.

Was waren für Sie die Höhe- und Tiefpunkte der Saison?

Ich musste nach vielen Abgängen im Grunde eine völlig neue Truppe aufbauen. Da wir zu Saisonbeginn viele verletzte Spieler hatten, darunter mit Freddy Schölzel, Fabian Franz und Felix Bremer auch einige Leistungsträger, lief es gerade in der Findungsphase nicht gut. Da haben wir einige Spiele unnötigerweise knapp verloren. Das war schon ein Tiefpunkt. Ich war aber von Anfang an überzeugt, dass wir es schaffen werden. Mit der Rückrunde sowie der Rückkehr von Benni Ruiz und Thommy Krause haben wir dann begonnen, auch enge Spiele zu gewinnen. Ein gewisser Höhepunkt für mich war, wie sich die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt hat.

Und wie sieht es mit weiteren Höhepunkten aus?

Dazu zähle ich die Überraschungssiege wie bei Hagen 11 mit einem Last-Minute-Tor zum 1:0 oder zu Hause gegen Bommern, wo es bis zur 90. Minute 0:0 stand, wir am Ende aber noch 2:0 gewonnen haben. Die Partie Ende März bei EtuS Schwerte mit dem 2:0-Sieg war vielleicht der Knackpunkt für uns. Das alles hat uns Selbstvertrauen und Motivation gegeben.

Auswärts haben Sie mit dem kampflos gewonnen Spiel bei VTS Iserlohn nur 16 Punkte geholt, daheim immerhin 25. Wie beurteilen Sie diese Bilanz?

Keine Frage, es ist unsere Aufgabe, auch auswärts mehr Punkte mitzunehmen. Daran müssen und werden wir arbeiten. Die Heimbilanz ist dagegen ordentlich.

Wie beurteilen Sie Ihre Arbeitsbedingungen beim FSV Gevelsberg?

Es war eine sehr, sehr intensive Saison, ein schwieriges Jahr. Wir konnten ja nicht ein- oder zweimal Luft holen, weil wir so lange gegen den Abstieg gekämpft haben. Aber ich habe seitens des Vorstandes und der sportlichen Leitung jegliche Unterstützung bekommen. Das hat sich am Ende ausgezahlt. Alle gemeinsam haben wir gute Arbeit geleistet.

Der FSV will ja nach eigenem Bekunden verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen. Wie sieht da die Bilanz aus?

Meine Idee ist es ja, nicht nur fertige Spieler zu holen, sondern auch Nachwuchsleute zu entwickeln und meine Philosophie nahe zu bringen. Dennis Peter Hoppe und Timo Guidi sind zwei Spieler, bei denen das schon recht gut gelungen ist. Sie haben sich in der abgelaufenen Saison prima entwickelt und den Sprung zum Stammspieler geschafft.

Daryo Büchner ist bislang der einzige Abgang. Wie sieht es mit Verstärkungen aus?

Neben Daryo werden wohl noch zwei oder drei Spieler aus privaten Gründen kürzer treten müssen und uns eventuell dann nicht mehr für die erste Mannschaft zur Verfügung stehen. Mit Sebastian Krause kehrt dafür ein Leistungsträger zu uns zurück, der zuletzt in der Westfalenliga bei TuS Heven und der Oberliga bei TuS Ennepetal Erfahrung gesammelt hat. Auch wenn er als Student und Personal-Trainer wohl nicht immer mittrainieren kann, ist er eine Verstärkung und soll eine Führungsrolle übernehmen. Wir suchen aber noch zwei Leute für die Offensive. Darauf müssen wir uns in der nächsten Saison fokussieren. Denn die Abwehr stand mit nur 43 Gegentoren recht gut.