Youngstars führen EN-Baskets vor

Besirgte Mienen auf der Baskets-Bank: Chris Johnson /rechts) und Trainer Thorsten Morzuch.
Besirgte Mienen auf der Baskets-Bank: Chris Johnson /rechts) und Trainer Thorsten Morzuch.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Fehlpässe, Fehlwürfe und falsche Entscheidungen: Die EN Baskets zeigten gegen die nicht wirklich überragend aufspielenden Youngstars aus Weißenhorn eine unterirdische Leistung. Am Ende stand eine deutliche 58:80 (32:42)-Niederlage, die durchaus an der Playoff-Tauglichkeit des Teams von Trainer Thorsten Morzuch zweifeln lässt. „Da hätten wir auch 120 bekommen können“, meinte ein Vorstandsmitglied voller Enttäuschung nach Spielende.

Leistungsträger wie Jody Johnson, Mathias Perl, Max Kramer oder Sebastian Schröter bekamen im ersten Heimspiel des Jahres nichts auf die Reihe. Die Statistik entlarvt sie gnadenlos. Johnson mit vier Punkten, Kramer mit drei, Schröter ohne einen Zähler aus dem Spiel heraus, nur mit sieben Freiwurfpunkten und Perl mit lediglich zwei erfolgreichen Zuspielen. Immerhin blieb Kapitän Schröter bei den Rebounds mit acht einigermaßen im Normalbereich, war aber damit auch schon der Top-Rebounder der Partie.

Die Wurfstatistik zeichnet ebenso kein Bild eines Playoff-Kandidaten, schon gar nicht das eines der ersten vier. 38 Prozent der Zweier, gar nur 13 Prozent (2 von 16) der Dreier fanden ihren Weg ins Ziel. Fehlwürfe ohne Ende eben. Lediglich von der Freiwurflinie waren die Schwelmer mit 79 Prozent stärker als ihr Gegner (61).

26 Schwelmer Ballverluste

Dafür verstolperten sie den Ball, warfen ihm dem Gegner genau in die Arme oder ins Nirgendwo. Das addierte sich zu 26 Ballverlusten, während sich die Gäste nur 19 erlaubten. Trotz allem gaben die Fans nicht auf, feuerten ihre Mannschaft immer wieder an, trieben sie nach vorn – bis zum bitteren Ende. Bei den Spielern indes hatte man nicht das Gefühl, als wollten sie die Partie unbedingt und mit allen Mitteln aus dem Feuer reißen.

Einzig Julius Dücker, der eine ganz starke erste Halbzeit spielte, sorgte dafür, dass die Partie nicht schon zur Pause entschieden war. 15 Punkte erzielte er in den ersten beiden Vierteln, verwandelte dabei alle sieben Strafwürfe sicher. Drei Rebounds allerdings sind für einen unter dem Korb agierenden Spieler nicht die Welt. Doch nach der Pause riss auch bei ihm der Faden, er warf gar nicht mehr auf den Korb, ausgenommen ein Versuch von der Freiwurflinie, der aber sein Ziel verfehlte.

Nur im ersten Viertel sah es so aus, als könnten die Baskets mithalten. Nach 11:20-Rückstand kämpften sie sich in die Partie zurück und legten bis zur Viertelpause einen 10:2-Lauf hin. Gleich nach Beginn des zweiten Viertels gelang mit 23:22 sogar die erste (und einzige) Führung. Doch von da an ging es bergab. Mit einem 8:0-Run kam Weißenhorn zurück und gab die Führung fortan nicht mehr ab, baute sie kontinuierlich, immer wieder unterstützt durch teils katastrophale Fehler der Schwelmer , aus. Zehn Punkte Differenz waren es zur Halbzeit, nachdem den Gästen in den letzten 25 Sekunden vor der Pause noch fünf Punkte gelungen waren, elf nach dem dritten Viertel und 22 am Ende.

Danny Jansson, der Gäste-Coach, zeigte sich nach der Partie und dem achten Sieg in Folge ausgesprochen zufrieden mit der Leistung seines Teams. Thorsten Morzuch, sein Schwelmer Pendant, stufte Janssons Mannschaft als sehr stark ein und verwies auf die Wurfquoten von 52 (Zweier) und 42 (Dreier) Prozent. „Wir haben einfach defensiv und offensiv nicht unsere Leistung gebracht und sind auf eine extrem gute Verteidigung getroffen.“

Youngstars treffen stark von außen

Hinzu kam, dass die Youngstars vor allem nach der Pause immer wieder von außen trafen und hier allein 21 Punkte mit Dreiern markierten. Hier hat sich sicher das Fehlen des verletzten Chris Johnson bemerkbar gemacht, der zudem anders als im Hinspiel keine Lücken in die Defense der Gäste reißen konnte und dessen Punkte die Schwelmer schmerzlich vermissten. „Er hat uns defensiv wie offensiv extrem gefehlt. Ob wir mit ihm gewonnen hätten, steht allerdings auf einem anderen Blatt“, meinte Thorsten Morzuch hinterher.