Yannick Brockhaus’ vorzeitige Freigabe kommt jetzt wie gerufen

Yannick Brockhaus
Yannick Brockhaus
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Gevelsberg..  Nach der Partie beim Spitzenreiter geht es am morgigen Samstag für die HSG Gevelsberg-Silschede eine Nummer kleiner. Dann reist die Müller-Truppe zum Tabellensechsten TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. In dieser Partie erstmals spielberechtigt ist Yannick Brockhaus, der in der letzten Saison im Auswärtsspiel gegen den selben Gegner einen Treffer beisteuerte. Der Rückraumspieler kehrte vom Verbandsligisten SV Westerholt zu seinem alten Verein zurück.

An die Bielefelder haben die Gevelsberger gute Erinnerungen. Am ersten Spieltag dieser Saison fegten sie den TuS mit 29:20 aus der eigenen Halle und feierten damit einen furiosen Saisonauftakt. Seitdem hat sich viel getan. Die HSG kämpft am Tabellenende um den Klassenerhalt, während die Bielefelder nach schwachem Saisonstart zu ihrer Form gefunden und sich nach nur einer Niederlage aus den letzten sieben Spielen nach oben geschlichen haben. Doch mehr als sechs Punkte sind es nicht, die die beiden Teams trennen. Genauso viel übrigens, wie die Bielefelder Vorstädter Spitzenreiter TuS Volmetal hinterherhecheln.

Größter Respekt vor dem Gegner

Die Gevelsberger, das ist ja überhaupt keine Frage, reisen als Außenseiter an, auch wenn sie in den bisherigen Duellen mit dem TuS immer ansprechende Leistungen gezeigt haben. Da gab es daheim ein 27:27-Unentschieden und auswärts am drittletzten Spieltag sogar einen 31:28-Erfolg der Gevelsberger, der gleichzeitig die vorzeitige Verlängerung des Oberliga-Patents bedeutete.

„In der Vergangenheit haben wir gute Spiele gegen Bielefeld gemacht, das wollen wir wieder schaffen“, so HSG-Coach Hans-Peter Müller, der größten Respekt vor dem kommenden Gegner hat.

Das Bielefelder Spiel basiert auf einer sicheren Deckungsarbeit. In der Vorwoche ließen sie im Heimspiel gegen Augustdorf nur fünf Treffer nach der Pause zu. Im Angriff verfügen sie neben einem hervorragenden Tempospiel über diverse Spieler, die eine Partie alleine entscheiden können. So etwa ihre Toptorschützen Nils Grothaus und Henning Kiel.

„Wir müssen mit vollem Einsatz dagegen halten. Wenn man in dieser Liga in einem Spiel zehn Minuten unkonzentriert ist, verliert man diese Partie“, ist sich Müller des hohen Niveaus in der Oberliga bewusst.

Ob er dabei auf Marc Bradtke und Kevin Kliche zurückgreifen kann ist noch unklar, hinter dem Einsatz der beiden Spieler steht noch ein großes Fragezeichen. Da kommt die vorzeitige Freigabe für Yannick Brockhaus, der ursprünglich erst für die nächste Saison eingeplant war, wie gerufen.