Wasilewski-Team fehlt noch ein Sieg zum Feiern

Sprockhövel..  Mit einem Heimsieg gegen Rot-Weiß Ahlen kann Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel am Sonntag die allerletzten Zweifel am Klassenverbleib beseitigen.

Drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung auf den SV Zweckel, der wohl der einzige sportliche Absteiger sein wird, sieben Punkte. Und zudem gibt es noch einen Drei-Punkte-Puffer auf Westfalia Herne – bei neun noch zu vergebenen Zählern.

Die Saison müsste also ein ungewöhnliches Ende nehmen, wenn es die Sprockhöveler nicht schaffen sollten. Zumal Zweckel mit dem Heimspiel gegen den SuS Stadtlohn und Herne mit dem Auswärtsspiel gegen die Hammer Spvg. recht anspruchsvolle Aufgaben vor sich haben. Doch eigentlich will die TSG es ja nicht deshalb schaffen, weil die Konkurrenz verliert, sondern aus eigener Kraft. In dieser Hinsicht hat Sprockhövels Trainer Robert Wasilewski zurzeit aber ein ungutes Gefühl. „Ja, wenn wir gewinnen, dann sind wir durch“, sagt er – mit der Betonung ganz eindeutig auf „wenn“.

„Ich hatte den Eindruck, dass zwei, drei Spieler nicht mehr richtig bei der Sache waren“, kritisiert Wasilewski die letzte Partie. Er hatte schon in den Wochen zuvor bemängelt, dass bei seiner Mannschaft der letzte Wille, die letzte Anspannung fehlte. Im Prinzip sei das seit dem Spiel gegen Neuenkirchen der Fall.

Doch Wasilewski will die Saison vernünftig zu Ende bringen. Auch die Tatsache, dass viele Spieler im Sommer die TSG verlassen werden und deshalb vielleicht nicht mehr mit vollen Einsatz zur Sache gehen, will der 44-Jährige nicht als Ausrede durchgehen lassen.

„Für mich ist das eine Charakterfrage“, sagt der Trainer dann. „Ich erwarte, dass sich die Spieler, die ich sonntags auf den Platz schicke, auch richtig reinhängen. Wenn wir 100 Prozent geben, dann haben wir fast gegen jede Mannschaft in der Liga eine Chance. Sind es aber nur eine paar Prozentpunkte weniger, dann wird es schwierig bis unmöglich.“

Ob es aber zu einem Sieg gegen Ahlen reicht, darf bezweifelt werden. Zwar kam Ahlen zuletzt nicht über ein 2:2 gegen Hüls hinaus, aber immerhin handelt es sich um den aktuellen Tabellendritten, der die TSG in der Hinrunde mit 3:1 geschlagen hat. Und es hätte auch noch höher ausgehen können ...